Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Produktion von Celitement® am Start

02.07.2010
Celitement® ist ein neuartiger Zement – umweltfreundlich und energieeffizient. Bisher haben KIT-Wissenschaftler Celitement® nur im Labormaßstab produziert.

Nach mehr als einem Jahr mit intensiven und sehr erfolgreichen Tests startet nun der Bau einer Pilotanlage auf dem Campus Nord des KIT. Dies ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Marktreife des umweltschonenden Zements. Fünf Millionen investiert die Celitement GmbH, eine Ausgründung der vier Erfinder, des KIT und des Industriepartners Schwenk. Bereits ab Frühjahr 2011 wird die Pilotanlage täglich 100 Kilogramm „Celitement®“ liefern.

Zur Grundsteinlegung der Celitement®-Pilotanlage am Donnerstag, 8. Juli, 11:00 Uhr am KIT-Campus Nord (Eggenstein-Leopoldshafen, Grabener Straße neben Bau 707) sind Journalistinnen und Journalisten herzlich eingeladen. Anmeldung bitte auf beiliegendem Formular.

Das neue Gebäude wird gleichzeitig den Firmensitz der Celitement GmbH beherbergen. Die Produktion des neuartigen Zements in der Pilotanlage dient dazu, das Herstellungsverfahren weiterzuentwickeln und den Zement für verschiedene Anwendungen in der Baustoffindustrie zu testen. Ziel ist es, den umweltfreundlichen Zement möglichst bald zur Marktreife zu bringen. Bis 2014 soll ein Produkt aus einer ersten industriellen Anlage verfügbar sein, um so langfristig den umweltpolitischen Herausforderungen der Zement- und Baustoffindustrie zu begegnen.

Verglichen mit herkömmlichen Verfahren zur Zementherstellung verspricht Celitement® enorme Einsparungen an Energie durch deutlich niedrigere Produktionstemperaturen: So hat Celitement® aus heutiger Sicht das Potenzial, den Energiebedarf bei der Herstellung im Vergleich zu Portlandzement um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Auch wird deutlich weniger Kalk benötigt.

Neben der Energieeffizienz ist vor allem auch die Emissions-Bilanz wegweisend: Celitement® gibt bei der Produktion im Vergleich zu bisherigen Verfahren voraussichtlich nur halb so viel Kohlendioxid an die Umwelt ab.

Jährlich emittieren Zementwerke mehr als zwei Milliarden Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) – dies sind fünf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Damit setzt die Zementherstellung drei bis viermal so viel CO2 frei wie der globale Flugverkehr. Wären – so die Vision der Erfinder – alle Zementwerke weltweit auf das Celitement®-Verfahren umgestellt, so würde jährlich allein rohstofflich bis zu einer halben Milliarde Tonne weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre entweichen – mit enormen Effekten für den Klimaschutz.

Das Celitement®-Projekt und die möglichen Einspareffekte werden im Rahmen der Begleitforschung untersucht. So fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den wissenschaftlichen Aspekt des Celitement®-Projektes im Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“, Förderschwerpunkt „Innovative Technologien für Ressourceneffizienz-Rohstoffintensive Produktionsprozesse“. Untersucht werden unter anderem Stoff- und Energiebilanzen, die Qualität der Produkte sowie die Nachhaltigkeit der Verarbeitungskette.

Das Programm für die Grundsteinlegung der Pilotanlage am Donnerstag, 8. Juli, 11:00 Uhr:

Begrüßung
Professor Eberhard Umbach, Präsident des KIT
Grußwort
Klaus Tappeser, Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg
Celitement® – Eine Erfolgsgeschichte des KIT
Dr. Peter Fritz, Vizepräsident des KIT für Forschung und Innovation
Celitement® – eine Herausforderung für den Zementhersteller
Gerhard Hirth, Geschäftsführer der Schwenk Zement KG
Weitere Informationen zu Celitement® unter www.celitement.de.
In der Energieforschung ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine der europaweit führenden Einrichtungen: Das KIT-Zentrum Energie vereint grundlegende und angewandte Forschung zu allen relevanten Energieformen für Industrie, Haushalt, Dienstleistungen und Mobilität. In die ganzheitliche Betrachtung des Energiekreislaufs sind Umwandlungsprozesse und Energieeffizienz mit einbezogen. Das KIT-Zentrum Energie verbindet exzellente technik- und naturwissenschaftliche Kompetenzen mit wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichem sowie rechtswissenschaftlichem Fachwissen. Die Arbeit des KIT-Zentrums Energie gliedert sich in sieben Topics: Energieumwandlung, erneuerbare Energien, Energiespeicherung und Energieverteilung, effiziente Energienutzung, Fusionstechnologie, Kernenergie und Sicherheit sowie Energiesystemanalyse.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Weiterer Kontakt:
Monika Landgraf
Pressestelle
Tel.: +49 721 608-8126
Fax: +49 721 608-3658
monika landgrafBhf1∂kit edu

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Neueinschätzung der Erdbebengefährdung Deutschlands
13.06.2018 | Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

nachricht Im Herzen der Stadt
06.06.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rätselhaftes IceCube-Ereignis könnte von Tau-Neutrino stammen

19.06.2018 | Physik Astronomie

Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital

19.06.2018 | Messenachrichten

Überdosis Calcium

19.06.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics