Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Offshore-Windparks: Testzentrum für Tragstrukturen entsteht an der Leibniz Universität Hannover

06.08.2009
Vorhaben wird mit insgesamt fünf Millionen Euro gefördert

Stürme, Gewitter und meterhohe Wellen: Windturbinen in Offshore-Windparks sind großen Belastungen ausgesetzt. Den Tragstrukturen solcher Windturbinen im Meer widmet sich ein neues Testzentrum an der Leibniz Universität Hannover, das direkt neben dem Forschungszentrum Küste mit dem weltweit größten Wellenkanal in Marienwerder entstehen soll.

Insgesamt fließen fünf Millionen Euro in das Projekt. 2,5 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Weitere zwei Millionen Euro steuert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur bei. Die Leibniz Universität fördert das Vorhaben mit 500.000 Euro.

Die Leibniz Universität ist bundesweit die führende Hochschule im Bereich Windenergie. "Mit dem Projekt ist ein weiterer Meilenstein erreicht", sagt Prof. Klaus Hulek, Vizepräsident für Forschung an der Hochschule. Die Projektleitung haben Prof. Raimund Rolfes, Leiter des Instituts für Statik und Dynamik, sowie Prof. Peter Schaumann, Leiter des Instituts für Stahlbau, gemeinsam übernommen.

Das "Testzentrum Tragstrukturen" könnte bereits 2011 in Betrieb gehen, der Baubeginn ist für 2010 geplant. Etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen dort später arbeiten. Die Projektgruppe "Tragstrukturen" gehört zu dem im Januar 2009 neu gegründeten Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)mit Standorten in Bremerhaven, Kassel, Hannover und Oldenburg. Die Leitung des Fraunhofer-Instituts ist gekoppelt an eine neu geschaffene Professur für Windenergietechnik, die an der Leibniz Universität angesiedelt ist.

Die geplante Halle soll über eine Fläche von rund 1.000 Quadratmetern und eine Höhe von 20 Metern verfügen. Die Forscherinnen und Forscher der Projektgruppe in dem neu geschaffenen Testzentrum befassen sich mit dem Teil von Windturbinen, der gleich unterhalb der Rotorblätter und der Gondel beginnt, eben mit der sogenannten Tragstruktur. Sie sollen Material und Konstruktion weiter optimieren, um so die Sicherheit zu stärken und um Kosten einzusparen. Dafür wollen die Wissenschaftler Komponenten von Gründungsstrukturen im Maßstab 1:1 nachbauen.

Außerdem soll eine Gründungstruktur mit Verankerung im Maßstab 1:10 entstehen. Hierfür wird im Boden des Testgeländes eine sieben Meter tiefe Grube ausgehoben, mit Sand befüllt und anschließend geflutet. Dadurch hat das Forschungsteam die Möglichkeit, die Verankerung im Boden unter realistischen Bedingungen zu testen. Die Konstruktion soll auch im Großen Wellenkanal verwendet werden, der sich gleich nebenan im Forschungszentrum Küste befindet.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen stehen Ihnen Prof. Raimund Rolfes, Leiter des Instituts für Statik und Dynamik unter Telefon +49 511 762 2992 oder per E-Mail unter r.rolfes@isd.uni-hannover.de sowie Prof. Peter Schaumann, Leiter des Instituts für Stahlbau, unter Telefon +49 511 762 3781 oder per E-mail unter schaumann@stahl.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Holzhäuser bei grauer Energie im grünen Bereich
22.06.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Wie Menschen Schäden an Gebäuden wahrnehmen
22.06.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften