Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Örtliche Netzwerke fördern Bildung und Beschäftigung im Quartier

15.03.2010
IzR 2/3.2010: Bildung, Arbeit und Sozialraumorientierung

Sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und Erwachsene brauchen eine wirksame Förderung bei Bildung und Ausbildung wie auch auf dem Arbeitsmarkt. Allerdings treffen die herkömmlichen sektoralen und subjektorientierten Förderangebote hier oft auf ein wenig förderliches Umfeld. Zunehmend leben diese Menschen in Familien und mit Nachbarn, deren Situation ebenso prekär ist.

Auf Eigeninitiative bauende Förderung schlägt in diesem Umfeld oft fehl, ebenso eine einseitig sektorale - gefragt sind hier integrierte Maßnahmen, die konkret an der Gesamtsituation dieser Menschen und dabei direkt vor Ort, im Quartier ansetzen. Immer häufiger kommen daher in Gebieten, in denen sich soziale Benachteiligung häuft, sozialraumorientierte Förderansätze zum Einsatz.

Sie versuchen die "Betroffenen" in ihrer Lebenswelt abzuholen, sie in ein stimulierendes örtliches Netzwerk einzubinden und damit zugleich auch die Quartiere insgesamt von innen heraus zu stärken. Solche Projekte können bei der Bildung in oder außerhalb der Schule ansetzen, bei Problemen der Berufsfindung und -qualifizierung von Jugendlichen, bei der Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser in die Arbeitswelt, bei der Stärkung des örtlichen (Klein-)Gewerbes und der Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort, bei der Integration von Migranten und vielem mehr. Ziele sind immer die soziale Integration, Selbstwertstärkung und Teilhabe benachteiligter Gruppen und ein insgesamt bekräftigtes örtliches Gemeinwesen.

Das aktuelle Heft der "Informationen zur Raumentwicklung" beleuchtet solche Programme und Strategien an konkreten Beispielen wie auch theoretisch. Ein wesentlicher Bezugspunkt ist dabei das Bundesprogramm "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" (BIWAQ), das unter dem Dach des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt" steht und auch mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Es gewährt Zuwendungen für sozialraumorientierte Projekte in Soziale-Stadt-Gebieten, die die Qualifikation und soziale Situation der Bewohnerinnen und Bewohner, deren Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt und auch deren gesellschaftliche Teilhabe insgesamt verbessern.

Informationen zur Raumentwicklung (IzR), Heft 2/3.2010: Bildung, Arbeit und Sozialraumorientierung
Herausgeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn
ISSN 0303-2493
Vertrieb: Selbstverlag des BBSR und Buchhandel
Presse- und Rezensionsexemplare: adelheid.joswig-erfling@bbr.bund.de
Die IzR ist eine führende Fachzeitschrift im Bereich Raumordnung und Städtebau. Sie informiert regelmäßig und aktuell über Fragen der räumlichen Entwicklung in Deutschland und Europa.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.

Adelheid Joswig-Erfling | idw
Weitere Informationen:
http://www.bbsr.bund.de
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/IzR/izr__node.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Modernes, ökologisches Familienhaus für Naturverbundene
03.08.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Die Stadt wird zur Bühne und Häuser zu Leinwänden
03.08.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen