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Nicht kopieren! Abstrahieren: Bionik ist etwas für Querdenker

07.10.2014

Forum Bionik
19./20. November 2014,
DB Museum, Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg

Bayern Innovativ greift zum ersten Mal das Thema Bionik auf:

- Bionische Ansätze stärken die Innovationsfähigkeit
- „Forum Bionik“ bildet den Startschuss zahlreicher Netzwerkaktivitäten
- Bionik-Akteure profitieren von tragfähigen Branchen-Netzwerken der Bayern Innovativ

Natürlich-klimatisierte Häuser, in denen aufgrund selbst reinigender und natürlich desinfizierender Oberflächen nur noch ein Bruchteil der Zeit für Reinigungsarbeiten anfällt, Verkehrsunfälle, die aufgrund selbst organisierender Prozesse zur Ausnahme werden, Lärm, der durch natürliche Dämpfung am Entstehungsort reduziert wird, und Reparaturarbeiten, die durch selbst heilende Beschichtungen auf ein Minimum reduziert werden, sind keine Vision mehr sondern Beispiele aktueller Bionikforschung. Umweltschonende Produkte und Verfahren aus dem Ideenpool der Natur herauszufiltern ist das Ziel der Bionik. 


Wenn sich Architektur von der Natur inspirieren läßt, entstehen überraschende Bauten, wie das Golf-Clubhaus in Südkorea. Die netzartig organische Struktur erzeugt den Eindruck eines Blätterdaches.

Ernest Schilliger, Golf Clubhaus Südkorea

Die Bayern Innovativ GmbH startet eine eigene Arbeitsgruppe Bionik, um den Bedürfnissen kleiner und mittlerer Unternehmen auf diesem Gebiet gerecht zu werden. Auftakt bildet das erstmalige „Forum Bionik“ am 19. und 20. November 2014 in Nürnberg.

Audi, BMW oder Volvo, Continental, EADS, Villeroy & Boch oder Siemens, die großen global player haben sie bereits: eigene Bionikabteilungen, die sich auf die Spur Jahrmillionen alter Lösungen in der Natur begeben um diese in moderne nachhaltige, ressourcenschonende, hocheffiziente technische Innovationen umzuwandeln.

Dass die Berücksichtigung bionischer Ansätze die Innovationsfähigkeit der Unternehmen stärkt, spielt zunehmend auch für kleine und mittlere Firmen eine wichtige Rolle. Dieser Entwicklung trägt die Bayern Innovativ jetzt mit der Initiierung einer neuen Arbeitsgruppe Bionik Rechnung.

„Vor dem Hintergrund der Megatrends Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit zeigen heute gerade raffinierte Methoden aus der Tier- und Pflanzenwelt neue Wege, Energie und Material einsparender Techniken auf“, so Dr. Monika Wilhelm, Leiterin des Netzwerkes Bionik der Bayern Innovativ GmbH.

Für den Transfer oder die Nutzbarmachung von bionischen Entwicklungen für die industrielle Umsetzung in Handwerk oder Mittelstand fehlten bisher noch geeignete Werkzeuge. „Diese Lücke wollen wir schließen“, so Wilhelm.

Die Bayern Innovativ verstände sich hier aufgrund ihrer erprobten und tragfähigen Netzwerke in den Kompetenzfeldern Gesundheit, Energie, Mobilität, Digitalisierung und Neue Materialien als Vermittler und Impulsgeber.

„Forum Bionik“: Wissenstransfer par excellence

Wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Start des neuen Netzwerkes wird auch hier die fachübergreifende Kommunikation und Arbeit unterschiedlicher Experten, von Biologen, Ingenieuren bis hin zu Produkt- und Prozessentwicklern sein. Mit dem Forum Bionik, der Auftaktveranstaltung des neuen Netzwerkes am 19. und 20. November im DB-Museum in Nürnberg fällt der Startschuss zahlreicher geplanter Aktivitäten.

Renommierte Bionik-Experten wie Knut Braun, Leiter des Internationalen Bionik-Zentrums in Saarbrücken oder auch Professor Dr. Claus Mattheck vom Karlsruher Institut für Technologie werden hier Einblicke in bionisches Denken und Arbeiten geben.

Über 20 Bionik-Experten renommierter Unternehmen und Forschungseinrichtungen thematisieren bionisch inspirierte Textilien, Bioinspirationen für Energieanwendungen, bionische Prinzipien in der Architektur und im Leichtbau sowie bionische Industrieanwendungen zur Lärmreduzierung.

Partner der Veranstaltung sind das vom Freistaat Bayern finanzierte Bionicum Besucherzentrum im Tierpark Nürnberg unter Leitung von Dr. Eva Gebauer und das Internationale Bionik-Zentrum / Stiftung für Bionik in München und Saarbrücken.

Mit dem Bionicum, der Bayern Innovativ GmbH und mit dem Lehrstuhl für Robotik und Aktuatorik der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg nimmt Nürnberg neben Würzburg, Augsburg und Bayreuth nun einen führenden Platz im Bereich der Erforschung und technologischen Nutzung bionischer Erkenntnisse in Bayern ein.

Weitere Informationen:

http://www.bayern-innovativ.de/bionik2014
http://www.bayern-innovativ.de/bionik2014/presse

Nicola Socha | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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