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Mediendesigner gestalten Multimedialen Bauzaun als Element der Stadtarchitektur

08.03.2010
Mit einem umfassenden crossmedialen Konzept zeigen Mediendesign-Studierende der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH), wie aus einem Bauzaun eine animierende und interaktive Fläche der Information und Emotion werden kann.

Ein außergewöhnliches Medienprojekt konnten Mediendesign-Studierende der RFH am 4. März 2010 gemeinsam mit ihrem Auftraggeber, der MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH, der Öffentlichkeit vorstellen: einen multimedialen und interaktiven Bauzaun. Er ist eine Premiere sowohl für die Hochschule als auch für die Stadt Köln.

Am Kölner Rudolfplatz entsteht derzeit auf der Fläche des alten Sparkassen-Verwaltungsgebäudes das "WESTGATE", ein Einkaufs- und Geschäftshaus. Es wird nach neuesten Erkenntnissen der Gebäude- und Energieeffizienz errichtet und wurde dafür schon während der Bauphase mit der Auszeichnung "GreenBuilding" der Europäischen Kommission versehen.

Dies war für die Studierenden Grund genug, sich im semesterübergreifenden Team eine besondere "Hülle" auszudenken und sie zu realisieren. 80 Meter lang ist die Gestaltung, die durch ihre intensiven Großfotos auffällt und Texte, eine interaktive Video-Installation sowie "QR-Codes" zum schnellen Abruf von Online-Informationen enthält.

Thematisch hat sich die Projektgruppe am "GreenBuilding" orientiert. In aufwändiger Makrofotografie wurden Naturmaterialien aufgenommen, die dem Betrachter eine Detailsicht auf die Elemente Stein, Wasser und Luft erlauben und erläutern, wie diese Grundelemente später im GreenBuilding zur Anwendung kommen.

Allein die fotografischen Arbeiten erforderten wochenlange Arbeit und eine enorme Rechnerleistung, um die großen Bilder produzieren zu können.

Spielerische Interaktivität bietet eine Video-Installation an. Da sprudelt Wasser, man hört es sogar plätschern. Das Besondere ist aber: Das Wasser weicht aus, wenn ein Besucher vor die Projektionsfläche tritt, und es umfließt seine Umrisse, folgt den Bewegungen des Menschen. Dabei legt es Bilder vom fertigen Gebäude frei.

Über das Projekt, über das Leitthema "GreenBuilding" sowie über die Elemente und Materialien haben die Mediendesigner eigens eine "Microsite" erstellt, eine kleine Website also. Via QR-Codes können Passanten mit ihren Smartphones direkt auf die jeweilige Info-Seite gelangen. Am Beginn des crossmedialen Projekt der Studierenden gibt es Hinweise für alle Smartphone-Benutzer, die den schnellen Klick zu den Informationsseiten ausprobieren möchten.

Die Arbeit lohnte sich für die Gruppe nicht nur im Hinblick auf die Praxiserfahrung: Schließlich wurde alles in einer umfangreichen Dokumentation festgehalten und auch benotet. "Aber dafür hängt das Ergebnis dieser Arbeit ja jetzt auch bis zur Fertigstellung des Baus an prominenter Stelle mitten in Köln - das ist auch eine tolle Erfahrung", so Katja Butt. Auch bei der MEAG zeigt man sich erfreut über das Ergebnis: "Die Gestaltung und die Aufarbeitung der Infos für die Passanten machen richtig neugierig auf das Gebäude und stellen die Vorzüge des GreenBuildings in einen emotional ansprechenden Zusammenhang. Nicht zuletzt war die Zusammenarbeit mit der RFH für uns alle ein Gewinn und wir haben uns sehr gut betreut gefühlt", so Burkhard Klother.

Der Studiengang Mediendesign gehört zum Fachbereich Medien der Rheinischen Fachhochschule Köln. Mit einer Regelstudienzeit von 6 Semestern führt er zum Abschluss Bachelor of Arts. Auch ein berufsbegleitendes Studium ist möglich.

Prof. Dr. Martin Gertler | idw
Weitere Informationen:
http://rfh-koeln.de/mediendesign

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