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Maschinengezogene Restaurierungsgläser von SCHOTT aus authentischer Herstellung

04.12.2014

TIKANA®, RESTOVER®, und GOETHEGLAS werden nach dem historisch authentischen Fourcault-Verfahren hergestellt

Der internationale Technologiekonzern SCHOTT stellt seine verschiedenen Architekturgläser zur Restaurierung von historischen Gebäuden im authentischen Fourcault-Verfahren her. Durch die Anwendung des Verfahrens wird ein exakt der Bauzeit nachempfundenes Erscheinungsbild für Restaurierungsgläser ermöglicht.


Blickt man durch Restaurierungsgläser, wie RESTOVER® plus von SCHOTT, erscheinen dahinter liegende, gerade Kanten gewellt. Foto: SCHOTT


Das äußere Erscheinungsbild des Van-de-Velde-Baus an der Bauhaus-Universität Weimar entspricht dank Isolierglas mit TIKANA® der Ästhetik der Zeit als es vom „Staatlichen Bauhaus zu Weimar“ genutzt wurde. Foto: SCHOTT

SCHOTT Restaurierungsgläser verfügen zusätzlich über eine europäisch technische Zulassung und entsprechen somit den Ansprüchen sowohl von Denkmalpflegern als auch von Gebäudebesitzern und Gebäudenutzern. Ulrich Huber, Sales Manager Architekturgläser bei SCHOTT Advanced Optics trägt zu diesem Thema auf der Veranstaltung „Denkmal und Energie“ am 8. Dezember in Osnabrück vor.

„Beim Fourcault-Verfahren, das an historische Technologien angelehnt ist, wird das zähflüssige Glas zwischen zahlreichen Walzenpaaren maschinell über mehrere Stockwerke nach oben gezogen und kühlt dabei langsam ab. Am oberen Ende des Ziehschachtes wird das endlose Glasband schließlich in einzelne Tafeln geschnitten“, erklärt Ulrich Huber, Sales Manager Architekturgläser bei SCHOTT Advanced Optics die Funktionsweise des Ziehverfahrens.

„Durch den historisch authentischen Produktionsprozess kommen die besonderen Charakteristika der Restaurierungsgläser zu Stande“, fügt Huber hinzu. Die typische Anmutung eines maschinengezogenen Glases besteht in Schwankungen in seiner Dicke und Planität. Auch schmelztechnisch bedingte Merkmale wie Blasen, Knoten oder Steinchen tragen innerhalb bestimmter Toleranzen zum charakteristischen Erscheinungsbild maschinengezogener Gläser bei. Dabei lassen sich alle Glasmerkmale produktionstechnisch beeinflussen und können exakt auf die Erscheinung des historischen Originalglases abgestimmt werden.

Die im Fourcault-Verfahren hergestellten Gläser unterscheiden sich vor allem in ihrer Durch- und Draufsicht von den heutzutage verwendeten Floatgläsern. Blickt man durch maschinengezogene Restaurierungsgläser hindurch, erscheinen dahinter liegende, gerade Kanten gewellt. Gefloatete Gläser liefern hingegen einen unverzerrten Eindruck. Bei Betrachtung der Oberfläche eines maschinengezogenen Restaurierungsglases sind Unebenheiten zu erkennen, während ein gefloatetes Glas ebenmäßig erscheint.

Zusätzlich lassen sich alle SCHOTT Restaurierungsgläser zu Isolierglas, Verbundglas oder ESG weiter verarbeiten. Bei der Sanierung des Van-de-Velde-Baus an der Bauhaus-Universität Weimar wurde beispielsweise Isolierglas verwendet, dessen Außenscheibe aus TIKANA® Glas besteht. Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes entspricht dadurch der Ästhetik der Zeit, als es vom „Staatlichen Bauhaus zu Weimar“ genutzt wurde. TIKANA® war für dieses Projekt besonders geeignet, da seine leicht unruhige Oberfläche sich harmonisch in die Bauten der klassischen Moderne einfügt. Das Glas kann zusätzlich zu seiner Standardstärke von 4 mm projektbezogen auch in 6 mm Stärke und bis zu 3.000 mm Länge hergestellt werden.

Neben TIKANA® Glas, wird auch das Restaurierungsglas RESTOVER® im Fourcault-Verfahren hergestellt. Es ähnelt um die Jahrhundertwende gefertigtem Fensterglas. Seine geringe Dicke erlaubt den problemlosen Einbau in historische Fensterrahmen und -profile. Mit RESTOVER® light ist zudem eine weniger, mit RESTOVER® plus eine stärker strukturierte, mundgeblasenem Glas ähnelnde Oberflächenvariante verfügbar.

GOETHEGLAS zählt ebenfalls zu den SCHOTT Restaurierungsgläsern und ist ein farbloses, gezogenes Glas mit der charaktervollen, unregelmäßigen Oberfläche von Fenstergläsern vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts. Es eignet sich auch zur Außenschutzverglasung, um beispielsweise wertvolle Bleiverglasungen vor Umwelt- und Witterungsschäden zu bewahren.

Insgesamt umfasst das Angebot von SCHOTT neben den maschinengezogenen Restaurierungsgläsern mehrere hochwertige Architekturgläser: das dekorative ARTISTA® Klarglas für Innen- und Außenanwendungen, das hochtransparente, farblose Flachglas RIVULETTA® mit einseitig parallel verlaufender Oberflächenstruktur, das semi-transparent verspiegelte MIRONA® Glas und das dichroitische NARIMA® Effektglas. Ebenso sind beschichtete Spezialgläser wie das entspiegelte AMIRAN® und MIROGARD® Glas, im Lieferprogramm. Außerdem bietet SCHOTT als transparente Alternative zu anderen Abschirmmaterialien das Strahlenschutzglas RD 50® für die Anwendung im Gebäudebereich, in Röntgenräumen oder Operationssälen an.

Weitere Informationen unter: http://www.schott.com/architecture/german/products/index.html

AMIRAN®, ARTISTA®, MIROGARD®, MIRONA®, NARIMA®, RESTOVER®, RIVULETTA®, TIKANA® und RD 50® sind eingetragene Marken der SCHOTT AG.

Pressekontakt

SCHOTT AG
Dr. Haike Frank
Public Relations Manager
Phone: +49 (0)6131 - 66 4088
haike.frank@schott.com
www.schott.com


ÜBER SCHOTT

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit 130 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas, Spezialwerkstoffe und Spitzentechnologien. Mit vielen seiner Produkte ist SCHOTT welt-weit führend. Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik und Transportation. Das Unternehmen hat den Anspruch, mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen zum Erfolg seiner Kunden beizutragen und SCHOTT zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu machen. SCHOTT bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt sich für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt ein. In 35 Ländern ist der SCHOTT Konzern mit Produktions- und Vertriebsstätten kundennah vertreten. 15.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Weltumsatz von 1,84 Milliarden Euro. Die SCHOTT AG mit Hauptsitz in Mainz ist ein Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung.

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