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Leuphana „Digital School“ startet in 91 Ländern

17.01.2013
Teilnehmer entwerfen Modelle für die Stadt der Zukunft – Anerkennbare Studienleistung – Architekt Daniel Libeskind leitet den Kurs

Die Leuphana „Digital School“ ist rasant in das Zeitalter der Online-Hochschulen gestartet. Teilnehmer aus 91 Nationen haben sich für den Leuphana-Kurs „ThinkTank Cities“ eingeschrieben.

Thema ist das künftige Leben in Ballungsgebieten. Die Leitung hat der weltbekannte Architekt Daniel Libeskind, der auch an der Leuphana Universität Lüneburg als Professor lehrt. Anmeldungen sind noch bis zum 21. Januar unter http://digital.leuphana.com möglich. Der Kurs startet am 23. Januar 2013 und endet drei Monate später im April. Zulassungsbeschränkungen oder Studiengebühren gibt es nicht.

Eine Besonderheit ist die Vergabe von Leistungspunkten. Sie können von der jeweiligen Heimathochschule als Studienleistung angerechnet werden. Projektpartner der Leuphana Digital School ist die Fraunhofer Gesellschaft, die größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa.

Die Möglichkeit, das Thema Urbanisierung in einem weltweit zugänglichen Online-Kurs zu behandeln, ist aus Sicht der mitwirkenden Experten ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu neuen Konzepten und Ideen für den „Megatrend“ Stadt. Vertreter international herausragender Hochschulen unterstützen das Leuphana-Projekt, darunter Saskia Sassen von der Columbia University in New York.

Sie gilt als eine der weltweit führenden Wissenschaftlerinnen, die sich mit der Soziologie der Stadtentwicklung befassen. Weitere beteiligte Wissenschaftler kommen aus den Universitäten London School of Economics, Goldsmiths University of London, Hebrew University of Jerusalem, ETH und Zürich, Collegium Helveticum, Universität Zürich, Sun Yat-Sen Universität Guangzhou und der City University Hong Kong. Auch Experten aus Politik, Presse und Wirtschaft, wie zum Beispiel von der WHO wirken an dem Studienprogramm mit.

Die Digital School der Leuphana Universität Lüneburg will Maßstäbe für das Social Learning setzen. Der verantwortliche Vizepräsident der Leuphana, Holm Keller, sieht in der Verbindung von Social Media wie YouTube oder Facebook und herkömmlichen Fernstudiengängen eine neuen Form der Hochschulausbildung. „Langfristig“, sagte er, „sollten global einheitliche Bildungsplattformen entstehen, die sich flexibel den Ansprüchen der Studierenden anpassen und im Idealfall anerkannte akademische Abschlüsse bieten.“

Die Teilnehmer am Leuphana-Online-Kurs „ThinkTank Cities“ arbeiten in Teams aus je fünf Studierenden. Sie lösen theoretische und praktische Aufgaben und begleiten in Kommentaren und Bewertungen die Arbeiten der übrigen Gruppen. Später setzen sie ihre Vorstellungen von der Stadt der Zukunft in Visualisierungen ihrer Idealstädte um.
Für ihr Angebot nutzt die Leuphana die Bildungsplattform der Lüneburger Softwarespezialisten Candena, einer Ausgründung des Innovations-Inkubators Lüneburg. Projektpartner der Leuphana Digital School ist die Fraunhofer Gesellschaft. Unterstützt wird der Kurs von dem Campusmanagement-Softwareanbieter Datenlotsen, der Tipp24 SE und dem Berufs- und Karriere-Netzwerk Xing.

Daniel Libeskind hat zahlreiche bahnbrechende Konzepte weltweit entwickelt. Zu seinen Hauptwerken gehört u.a. das Jüdische Museum Berlin. Seit Sommer 2007 nimmt der Architekt eine nebenberufliche Professur an der Leuphana Universität wahr. Zusammen mit Studierenden entwarf er auch das neue Leuphana-Zentralgebäude. Mit den Bauarbeiten wurde im vergangenen Jahr begonnen.

Die Leuphana Universität Lüneburg versteht sich als öffentliche Universität für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Ihr deutschlandweit einmaliges Studienmodell wurde mehrfach ausgezeichnet. An der Leuphana studieren mehr als 8.000 junge Menschen.

Henning Zuehlsdorff | idw
Weitere Informationen:
http://digital.leuphana.com/
http://www.leuphana.de/

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