Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kostensenkung im Bausektor durch energieeffiziente Stadtteilsanierungen

27.11.2013
Steinbeis-Europa-Zentrum beteiligt sich an drei EU-Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien mit Schwerpunkt Null-Energie-Stadtteile und Gebäudesanierung.

Im Fokus stehen Sanierungsmaßnahmen, die den Energieverbrauch in Städten und Gemeinden senken sowie Maßnahmen zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energieressourcen.

Die Europäische Union fördert diese Maßnahmen, um ihre energie- und klimapolitischen Ziele für das Jahr 2020 zu erreichen: eine Energieeffizienzsteigerung in Richtung 20 %, einen Anteil von 20 % erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch und eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 20 % gegenüber 1990.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum beteiligt sich an drei EU-Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien in Städten. Die Projekte werden im Rahmen der Smart Cities Innovation Partnership von der EU gefördert; allein 1,5 Mio Euro Fördergelder fließen drei Jahre lang nach Baden-Württemberg. Das Steinbeis-Europa-Zentrum ist in den Demonstrationsprojekten mit Schwerpunkt Null-Energie-Stadtteile und Gebäudesanierung für die Entwicklung der Markteinführungsstrategien zuständig. Dazu gehören neben Marktstudien auch Inhalte wie Geistiges Eigentum oder neue Geschäftsmodelle. Übergeordnetes Ziel ist es, andere Städte und Gemeinden zu ermutigen, ähnliche Schritte zu gehen und von den Ergebnissen der beteiligten Städte zu profitieren. Insgesamt wirken an den Projekten 30 Partner mit, überwiegend vertreten durch die beteiligten Städte und Gemeinden.

Die Europäische Union fördert diese Maßnahmen, um ihre energie- und klimapolitischen Ziele für das Jahr 2020 zu erreichen: eine Energieeffizienzsteigerung in Richtung 20 %, einen Anteil von 20 % erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch und eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 20 % gegenüber 1990.

Im Fokus stehen Sanierungsmaßnahmen, die den Energieverbrauch in Städten und Gemeinden senken sowie Maßnahmen zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energieressourcen. Das Projekt R2CITIES begann im Juli 2013 mit dem Ziel, innerhalb von vier Jahren replizierbare Sanierungsmaßnahmen zur Erreichung von fast Null-Energie-Bezirken in Valladolid (Spanien), Genua (Italien) und Kartal (Türkei) umzusetzen. Strategien für die Planung, Bau, Verwaltung und Verwertung werden im Projekt entwickelt. Ein erstes Treffen der Projektpartner konzentrierte sich auf die Entwicklung und Demonstration innovativer, kostengünstiger und leistungsstarker Nachrüstungskonzepte und -lösungen, um Stadtteilrenovierungen mit Niedrig-Energie-Gebäuden durchzuführen. Zwei parallele Stränge werden verfolgt: die Renovierung von drei Stadtteilen und die Entwicklung einer umfassenden Methodik für energieeffiziente Sanierung auf Stadtteilebene. R2CITIES wird innovative Lösungen erarbeiten und möchte ein Vorbild für zukünftige Renovierungen von Stadtvierteln sein. Darüber hinaus wird aufgezeigt, dass es sich auch um attraktive Investitionen für Bauherren, Energielieferanten, Unternehmen und Bewohner handelt.

In Genua konzentriert man sich auf passive Lösungen mit niedrigen Kosten und auf verfügbare natürliche Ressourcen wie Sonne, natürliche Lüftung und Tageslicht. In der Türkei geht es um niedrig effiziente Beleuchtungssysteme und -geräte, aber auch um Fragen im Zusammenhang mit unzureichender Isolierung. Der Schwerpunkt wird auf passive Design-Strategien, auf Heizungs- und Kühlungsquellen, und auf die Integration erneuerbarer Energien für Gebäudehüllen gesetzt. In Valladolid in Spanien beschäftigt man sich mit Dämmtechnik, Beschattung und der Integration von erneuerbaren Energien und IKT-Anwendungen, um thermische Energie-und Stromverbrauch zu reduzieren.

Das Projekt BRICKER hat im Oktober 2013 begonnen und hat die Erhöhung der Energieeffizienz und Sanierung in öffentlichen Gebäuden in Liège (Belgien), Cáceres (Spanien) und Izmir (Türkei) zum Ziel. Öffentliche Gebäude werden von einem breiten Publikum wahrgenommen; sie sollen als Pilotmaßnahmen weitere Sanierungen in Gang setzen und als Modell für andere Städte dienen. Ziel ist es, den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden um 50 % zu reduzieren und die Kosten niedrig zu halten. Die Projektpartner aus sechs Ländern werden Trainingsmaßnahmen und Seminare für interessierte Zielgruppen durchführen.

Das dritte Projekt CITYFIED wird voraussichtlich im Januar 2014 starten, mit Demonstrationsbezirken in Valladolid (Spanien), Lund (Schweden) und Soma (Türkei).

Die Ergebnisse der drei Projekte werden den Weg für neue Sanierungen im Rahmen der neuen städtischen Energieplanungsstrategien öffnen. Das Steinbeis-Europa-Zentrum wird die Ergebnisse und Erfahrungen aus den Projekten weitertragen und andern Städten und Gemeinden zur Verfügung stellen.

Kontakt am SEZ:

Teresa Puerta, Tel. 0711 123 4013
Email: puerta@steinbeis-europa.de
Charlotte Schlicke, Tel. 0711 123 4018
Email: schlicke@steinbeis-europa.de

Anette Mack | Steinbeis-Europa-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.steinbeis-europa.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Smarte Gebäude durch innovative Dächer und Fassaden
31.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Nachhaltiger Baustoff: Pilze als Dämmmaterial nutzen
30.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie