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Klimaschutz per Computer - Hausbau-Unternehmen führt CO2-Gebäudeausweis ein

09.11.2010
LEGEP – ein speziell entwickeltes CO2-Berechnungsprogramm bringt Transparenz
„Nachhaltigkeit braucht Transparenz“, so die Unternehmensleiterin des erfolgreichen Bayerischen Holzhausunternehmens Baufritz. Im Sinne des Klimaschutzes sollten klimaschützende Gebäude in Zukunft ihren Wert steigern können. Um die tatsächlichen CO2-Werte eines Gebäudes zu berechnen setzt das Unternehmen eine spezielle Software namens LEGEP ein. So erhalten alle Kunden einen aussagekräftigen Nachweis über die CO2-Qualität Ihres Gebäudes.

Mit diesem von Dipl.-Ing. Holger König entwickelten Programms ist es möglich, durch eine ökologische Bilanz den Baubereich in seinen Auswirkungen auf die Umwelt transparent zu machen. Unter anderem kann mit LEGEP auch die CO2-Speicherfähigkeit von Gebäuden berechnet werden. Hier spielt vor allem die Auswahl des Bau- und Dämmstoffs eine entscheidende Rolle. Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass Materialien zu bevorzugen sind, die über eine hohe CO2-Speicherfähigkeit verfügen und bei Herstellung und einer späteren Entsorgung möglichst wenig Primärenergie verbrauchen. Diese sind während der Nutzungsphase und auch bei einer eventuellen Entsorgung bezüglich der Umweltbelastung bei weitem unproblematischer als „chemisch erzeugte“ Materialien, bei deren Herstellung sogar Schadstoffe entstehen können. In diesem Sinne sind nachwachsende Rohstoffe wie z.B. Holz, die besten Baumaterialien um CO2-senkend zu bauen.

LEGEP (Lebenszyklus Gebäude Planung) ist ein Programmwerkzeug für die Lebenszyklus bezogene Planung und ökologisch-ökonomische Bewertung von Gebäuden. Es unterstützt das Entwerfen, Berechnen und Bewerten von beliebigen Bauprojekten und umfasst:
  • die Mengenermittlung (Bauteilkatalog)
  • die Baukostenberechnung
  • die Lebenszykluskostenberechnung (Herstellungs- und Nutzungskosten, differenziert nach den Phasen Reinigung, Wartung, Instandsetzung und Rückbau)
  • den direkten Energiebedarf (Heizung, Warmwasser, Elektrizität) und die Betriebskosten
  • die Erstellung des Energiebedarfausweise
  • die Umweltbilanzierung

Diese umfangreichen Berechungs- und Bewertungsdokumente sowie Visualisierungsgrafiken, die den Bauprozess genauso wie die zukünftige Nutzungsphase des Gebäudes berücksichtigen, lassen sich zu einer Hauskarte mit Gebäudepass zusammenstellen.

Dieser CO2-Ausweis gehört bei Baufritz zum Standart-Service. Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele Unternehmen den Sinn dieser Programme erkennen und zum Einsatz bringen. Nicht zuletzt wegen der Transparenz für den Verbraucher, die es ermöglicht, klimaschützende Produkte zu erkennen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.baufritz.de

Julia Albrecht | Bau-Fritz

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