Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jade Hochschule Vorreiter bei Einführung einer neuen Konstruktionstechnik

26.05.2011
Die Jade Hochschule führt als erste Hochschule in Niedersachsen das „Building Information Modeling“ in das Studium des Bauingenieurwesens ein. „Diese Technik wird die Zukunft sein“, sagt Studiendekan Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser. „Das Schlaue Haus in Oldenburg wird als erstes Projekt mit diesem Verfahren konstruiert“.

Das „Building Information Modeling“ – kurz BIM – bedeutet, dass sämtliche Informationen eines Bauobjektes in einer Datenbank zusammen gefasst sind. Jedes einzelne Gewerk ist mit den dazugehörigen Kennzahlen wie Beschaffenheit, Gewicht, Oberfläche, Preis, Lieferzeit erfasst und erlaubt so ein datenbankorientiertes Konstruieren. Jeder, der an dem Bau beteiligt ist, nutzt seine spezielle Software, die sich aus den Daten der Datenbank speist.


Anwendung der „Technik der Zukunft“: die Oldenburger Schlosshöfe im 3D-Modell.
Foto: Michael Stephan

Dies macht es u.a. möglich, im Planungsprozess Kosten frühzeitiger abzuschätzen und ein besseres Gefühl für die Wahl und Verknüpfung verschiedener Materialien zu entwickeln. Auch wird die Interaktion zwischen den einzelnen Gewerken wesentlich verbessert. Planungs- und Bauschäden werden minimiert. Abdichtungs- oder Wärmedämmungsmaßnahmen - die Rahmendaten der gesamten Energiebilanz können aus der Datenbank ausgelesen und in Planungen mit eingebunden werden.

„Auch ein Vorteil: Große Projekte lassen sich mit kleinen Datenmengen versenden, so dass via Internet vernetzte Live-Bearbeitungen möglich werden.“ Perspektivisch lassen sich Geodaten, Topografie oder ökologische Fakten wie Grundwasserstand oder Altlasten mit der Datenbank verknüpfen.

Ausgewählte Gebäudedaten können per 3D-Drucker in Modellen ausgegeben werden. Diese neue Art des „3D-Modelling“ wird jetzt in der Lehre des Studienganges Bauingenieurwesen verankert „Wir möchten die zukünftig erwarteten höheren Studierendenzahlen dahin gehend nutzen, dass wir neben der klassischen CAD-Ausbildung auch Vorlesungen und Seminare in BIM anbieten können“, ergänzt Prüser.

„Die Baufirmen sind zum Teil schon mit dieser Technik vertraut, aber der Nachwuchs muss dringend dahingehend ausgebildet werden“, erklärt der Studiendekan. Die Ingenieurkammer Niedersachsen spricht sich dafür aus, dass die Jade Hochschule die Federführung dabei übernimmt.

Zu einer internationalen Fachtagung hat nun die Jade Hochschule eingeladen. Am 31. Mai treffen sich rund 150 Fachleute aus dem In- und Ausland zum „7. BIM-Anwendertag“ in Oldenburg. Hier geht es darum, dass sich Programmierer und Baufachleute darüber verständigen, welche Anforderungen der Gewerke programmiert werden müssen und wie sich BIM in die Lehre einbinden lässt. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr auf dem Lichthof der Fachhochschule. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen, am Vortragsprogramm teilzunehmen, das Entstehen eines 3D-Druckes und eine oldenburgisch-dänische Live-Projektbearbeitung zu erleben.

Nähere Auskünfte gibt Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser unter 0441 7708-3328

Anke Westwood | idw
Weitere Informationen:
http://www.jade-hs.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht EU-Forschungsprojekt INNOVIP: Neue Technologien für langlebige und kostengünstige Vakuumdämmplatten
22.02.2017 | Bayerische Forschungsallianz GmbH

nachricht Modernes Architektenhaus mit landestypischen Design-Elementen
15.02.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie