Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Institut für Schwimmende Bauten gegründet

18.06.2012
Als Organisationseinheit an den Schnittstellen von Forschung, Lehre, Beratung und praktischer Umsetzung wurde an der Hochschule Lausitz das Institut für Schwimmende Bauten (IfSB) gegründet.

In der geregelten Zusammenarbeit zwischen dem neuen Institut und seinen Partnern soll sich ein tragfähiges Kompetenzzentrum für Schwimmende Bauten entwickeln, das innerhalb des Institutes etabliert wird.

Die in der Lausitz in diesem Bereich gewachsenen Kompetenzen sollen hier gebündelt und weiterentwickelt werden. Es wird davon ausgegangen, dass schwimmende Bauten nicht nur von regionalem Interesse sind, sondern die anwachsende Weltbevölkerung bei veränderten klimatischen Bedingungen künftig auf alternative Potenziale zur Flächennutzung angewiesen ist.

Der offizielle Gründungsakt war am 8. Juni 2012 in das Kolloquium „Schwimmende Architektur – Schwimmende Bauten“ in der Geschäftsstelle der Internationalen Bauausstellung „Fürst-Pückler-Land“ in Großräschen eingebettet. In diesem Rahmen überreichte Prof. Dr. Rolf Kuhn, Geschäftsführer der 2010 zu Ende gegangenen IBA, im Beisein des Präsidenten der Hochschule Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, und des Geschäftsführers der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH, Norman Müller, an den Dekan der Fakultät für Bauen der Hochschule, Prof. Dr. Frank Höfler einen symbolischen Staffelstab. Dieser beinhaltet Fotografien von bereits bestehenden schwimmenden Häusern

Fakultät für Bauen mit wertvollen Erfahrungen
Seitens der Fakultät für Bauen am Studienort Cottbus der Hochschule Lausitz kann bereits auf wertvolle Erfahrungen mit der Thematik schwimmender Bauten verwiesen werden, mit der sich derzeitig mehrere Professoren und akademische Mitarbeiter beschäftigen. In einem Projekt zum Thema „Schwimmende Häuser auf der Lausitzer Seenkette - ein Produkt der Lausitz?“ wurden an der Fakultät für Bauen bereits wichtige Erkenntnisse gewonnen.

Derzeit beschäftigen sich hier mehrere Professoren und akademische Mitarbeiter mit der Thematik schwimmender Bauten beziehungsweise deren Bauteilen. Materialien und Baustoffe, Bauphysik und energetische Betrachtungen bilden einen technisch orientierten Schwerpunkt, während Planung, Entwurf und Gestaltung über verschiedene Projekte fachlich begleitet werden. Dem Institut für Schwimmende Bauten stehen Räumlichkeiten und Strukturen an der Fakultät für Bauen zur Verfügung.

Gründungsmitglieder des Instituts sind: Prof. Dr.-Ing. Frank Höfler (Dekan der Fakultät für Bauen, Stellvertretender Geschäftsführender Direktor am David-Gilly-Institut für Lehre, Forschung und Kommunikation im Bauwesen), Prof. Dr. rer. nat. Gert Gebauer (Baustoffe, Bauchemie, Betontechnologie), Dipl.-Ing. (FH) Stefan Giebler, M.Eng. (Akademischer Mitarbeiter Baustoffe), Prof. Dr.-Ing. habil. Horst Stopp (Bauphysik), Dr.-Ing. Peter Strangfeld (Akademischer Mitarbeiter Bauphysik), Prof. Dipl.-Ing. Architekt Ilija Vukorep (Computergestütztes Entwerfen). Weitere Personen der Hochschule können als Institutsmitglieder aufgenommen werden oder kooperativ die Arbeit des Instituts ergänzen.

Dr. Peter Strangfeld wurde am 12. Juni 2012 im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Instituts für Schwimmende Bauten zum Institutsleiter gewählt.

Das Kompetenzzentrum für Schwimmende Bauten wird durch eine Anschubfinanzierung der Energieregion Lausitz-Spreewald gestützt. Für das Kompetenzzentrum soll aus den Anschubmitteln eine Koordinationsstelle mitfinanziert werden. Dieser Stelle obliegen neben der Koordination unter anderem die Kommunikation und Kontaktpflege mit Partnern sowie die Unterstützung bei der Beantragung von Forschungsmitteln. Aktuell handelt es sich um eine Teilzeitstelle, die mit dem Wachsen des Instituts für Schwimmende Bauten in eine Vollzeitstelle umgewandelt werden soll. Bewerbungen geeigneter Persönlichkeiten sind ausdrücklich erwünscht.

Idee der IBA soll weiterleben

„Die IBA ist endlich, doch die Idee soll weiterleben. Deshalb lag für uns, die Hochschule Lausitz, eine Zusammenarbeit mit der IBA-Geschäftsstelle nahe.“ Mit diesen Worten leitete Prof. Dr. Frank Höfler, Dekan der Fakultät für Bauen am Standort Cottbus der Hochschule Lausitz, seinen Beitrag im Rahmen des Kolloquiums „Schwimmende Architektur – Schwimmende Bauten“ ein. Er und zehn weitere Referenten äußerten sich zu den Möglichkeiten, die entstehende Seenlandschaft nicht nur für den Tourismus attraktiv zu gestalten. „Wir können langfristig Arbeitsplätze schaffen und die fehlenden Produktionsstandorte aufheben, indem wir schwimmende Bauten schaffen, die einzigartige Materialien beinhalten oder innovative Ideen wie zum Beispiel Wasserskulpturen schaffen“, unterstützte Prof. Dr. Horst Stopp seinen Vorredner. Er verdeutlichte, dass sich die Hochschule bereits seit 2005 in Lehre und Forschung intensiv mit der Thematik beschäftigt. So entstanden Projektarbeiten, die vom Brandschutz über das Bewegungsverhalten bis hin zur Wirtschaftlichkeit eines schwimmenden Hauses handfeste Ergebnisse aufweisen. (RPW/AT)

Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Frank Höfler
Hochschule Lausitz (FH)
Dekan Fakultät für Bauen
Lipezker Straße 47
03048 Cottbus
Tel.: 0355 5818-601
E-Mail: frank.hoefler@hs-lausitz.de

Ralf-Peter Witzmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-lausitz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Holzhäuser bei grauer Energie im grünen Bereich
22.06.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Wie Menschen Schäden an Gebäuden wahrnehmen
22.06.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften