Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Holzleichtbeton als Material für die Sanierung von Außenwänden

20.03.2012
Neues Forschungsprojekt an der Ohm-Hochschule wird von der Stiftung Bayerisches Baugewerbe mit 40.000 Euro gefördert

Holzverbundwerkstoffe sind vielfältig einsetzbar und werden auch immer mehr im Hochbau verwendet. Ein neues gemeinsames Forschungsprojekt von Prof. Dr. Roland Krippner von der Fakultät Architektur und Prof. Dr. Thomas Freimann von der Fakultät Bauingenieurwesen der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg befasst sich deshalb mit „Holzleichtbeton als Material für die Sanierung von Außenwänden“.

Die Stiftung Bayerisches Baugewerbe unterstützt das Forschungsprojekt, das im Januar startete und bis März 2013 läuft, mit einer Förderung in Höhe von 40.000 Euro. Kooperationspartner ist die Firma L. u. H. Keilholz GmbH in Nürnberg.

„Es bestehen eine Reihe von Pluspunkten beim Einsatz von Holzverbundwerkstoffen sowohl im Innenraum als auch bei Gebäudefassaden“, erläutert Prof. Dr. Roland Krippner die Ausgangslage. „Ein innovatives Kompositmaterial ist der Holzleichtbeton.“ Diesen Verbundwerkstoff, der sich aus Zement, Holzpartikeln und Wasser zusammensetzt, untersuchen die Forscher des OHM nach ersten grundlegenden Untersuchungen (gefördert von der STAEDLER Stiftung) nun genauer.

Forschungsziele

Bei dem Projekt werden die Zusammensetzung von Holzleichtbeton sowie dessen baukonstruktive Kenndaten auch hinsichtlich Ressourceneffizienz erforscht. Testreihen zur Fertigung und Anbringung von Holzleichtbetonplatten unter praxisnahen Bedingungen dienen der Klärung von Grundprinzipien bei der Fassadenrenovierung. Wie muss die Unterkonstruktion beschaffen sein?

Wie werden die Holzleichtbetonplatten am besten befestigt? Diesen und anderen Fragen gehen die Forscher nach. Im Rahmen von Fallstudien (z. B. Einfamilienhäuser der 1960er/1970er Jahre in Erlangen bzw. Schulgebäuden der Stadt Nürnberg) sollen die Funktionsfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit des Holzverbundwerkstoffs aufgezeigt werden.

Pluspunkte von Holzleichtbeton

Schon jetzt ist klar, dass sich Holzleichtbeton gut verarbeiten lässt und variierbare Festigkeitseigenschaften mitbringt. Auch bei der Gebäudemodernisierung sind Platten aus Holzleichtbeton eine Alternative zu herkömmlichen Lösungen. Erste Anwendungen in Demonstrationsprojekten bestätigten die positiven Einschätzungen. Darüber hinaus gilt das Material als recht kostengünstig, da die Holzpartikel Abfallprodukte aus der Holzverarbeitung sind, also Sägespäne oder Sägemehl, oder Reststoffe von regionalen Holzarten verarbeitet werden.

Vorteile für das Handwerk

Holzleichtbeton eröffnet für das Bayerische Zimmererhandwerk die Erschließung neuer Arbeitsbereiche beispielweise durch die stoffliche Nutzung von Abfällen der Holzverarbeitung. Hinzu kommen neue Anwendungsfelder mit Holzleichtbeton als Plattenwerkstoff in der energetischen Sanierung.

Hinweis für Redaktionen:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Roland Krippner, Tel. 0911/5880-1251, E-Mail: roland.krippner@ohm-hochschule.de, Prof. Dr. Thomas Freimann, Tel. 0911/5880-1413, E-Mail: thomas.freimann@ohm-hochschule.de +++ Gerne hilft auch die Hochschulkommunikation weiter, Tel. 0911/5880-4101,

E-Mail: presse@ohm-hochschule.de

Sigrid Lindstadt | idw
Weitere Informationen:
http://www.ohm-hochschule.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Smarte Gebäude durch innovative Dächer und Fassaden
31.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Nachhaltiger Baustoff: Pilze als Dämmmaterial nutzen
30.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie