Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dem Hochwasser die Stirn bieten

08.04.2009
HTWK Leipzig baut Flusslauf im Modell nach

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) trägt mit einem Modellprojekt zur Verbesserung des Hochwasserschutzes bei.

Das Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft (IWS), Fakultät Bauwesen, HTWK Leipzig, baute dafür in der ehemaligen Mensa der Hochschule einen Teil des Flusslaufes der Schnauder nach. Für den Bau einer Wehranlage zum Schutz gegen Hochwasser untersucht die HTWK Leipzig nun verschiedene hydraulische Parameter am physikalischen Modell.

Um Überschwemmungen durch Hochwasser vorzubeugen, plant die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV) den Bau einer Wehranlage im Fluss Schnauder. Genau an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Sachsen soll eine Anlage entstehen, die den Tagebaurestsee Haselbach mit einbezieht. Bei Hochwasser schließt sich das Wehr, das Wasser staut sich zurück. Damit sich jedoch nicht zuviel Wasser ansammelt, soll dieses über drei Rohrleitungen in den Tagebaurestsee Haselbach abgeleitet werden.

In dem Bereich, in dem das Wasser in die Leitungen läuft, sind die hydromechanischen Fließ- und Strömungsvorgänge besonders schwierig zu berechnen. Daher baute Professor Dr.-Ing. Frank Preser vom IWS der Fakultät Bauwesen und seine Mitarbeiter Tilo Buschmann und Marko Reinke im Auftrag der LTV, Betrieb Elbaue/Mulde/Untere Weiße Elster in Rötha ein hydraulisches Modell des Flusslaufes in der Hochschule nach. Daran testet er nun insbesondere die Leistungsfähigkeit der Überleitung sowie die Strömungsverhältnisse. Ziel ist es, die geplanten Bauvorhaben zu bewerten, Probleme zu erkennen und daraufhin (natürlich ebenfalls geprüfte) Verbesserungsvorschläge zu liefern.

Alle wasserbaulichen Maßnahmen wie beispielsweise Hochwasserschutz sind Eingriffe in die bestehenden natürlichen Prozesse eines Gewässers. Dieser Eingriff ist immer mit einer Veränderung dieser Gegebenheiten verbunden. Um die Auswirkungen einer wasserbaulichen Maßnahme erkennen und Veränderungen prognostizieren zu können, bedient man sich im wasserbaulichen Versuchswesen so genannter Modelle. Ein Modell ist die vereinfachte Darstellung eines zu modellierenden Gegenstandes, Zustandes oder Ereignisses im Modellmaßstab. Die Vereinfachung bzw. Abstraktion muss dabei so erfolgen, dass die wesentlichen bzw. interessierenden Merkmale des Prototyps auch im Modell wieder zu finden sind. Das hydraulische Modell zeigt die gegenständliche und greifbare Abbildung der Natur und der physikalischen Abläufe. So auch das Modell "Hochwasserrückhaltebecken Haselbach - Hydraulische Modellversuche für das Einlaufbauwerk".

Ansprechpartner:
Professor Dr.-Ing. Frank Preser, Fakultät Bauwesen, HTWK Leipzig
Telefon: (0341) 3076-6227, E-Mail: info@iws.htwk-leipzig.de

Katharina Märker | idw
Weitere Informationen:
http://www.htwk-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Stadtplanung im Klimawandel: HafenCity Universität Hamburg entwickelt Empfehlungen
24.03.2017 | HafenCity Universität Hamburg

nachricht Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen
23.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise