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Hochleistungsbrandschutzbeschichtungen im Holzbau

07.05.2009
Die Bauordnungen der Länder definieren Mindestanforderungen im Bezug auf die Brennbarkeit von Baustoffen und deren Feuerwiderstandsdauer.

Dadurch sind der Anwendung des Baustoffes Holz in Gebäuden Grenzen gesetzt. Neuartige dämmschichtbildende Beschichtungen können allerdings dazu beitragen, den Anwendungsbereich für Holz im Bausektor zu erweitern, indem sie dessen Brandverhalten deutlich verbessern.

Das Fraunhofer ICT entwickelt neuartige dämmschichtbildende Brandschutzbeschichtungen und Hochtemperatur-Isolationsmaterialien für Holz, Metalle, Kunststoffe und Verbundmaterialien für Anwendungen im Baubereich. Der gegenwärtig erreichte Entwicklungsstand bei den dämmschichtbildenden Brandschutzbeschichtungen für Holz ermöglicht es, transparente B1-Beschichtungen mit besseren Gebrauchseigenschaften wie Kratz- oder Abriebsfestigkeit und Widerstand gegen Feuchtigkeit als handelsübliche B1-Produkte herzustellen. Neu entwickelt wurden Beschichtungen mit einem gesteigerten Entzündungsschutz bei einer Kapselung für die Feuerwiderstandsklasse F15 und F30. Mit deckenden Beschichtungen können noch höhere Brandschutzleistungen erzielt werden.

Durch Kombination mit keramikbildenden Stoffen konnten erstmals Beschichtungen realisiert werden, die bei Hitzeeinwirkung aufquellen und hochtemperaturstabile Keramikschäume ausbilden, zum Beispiel für Anwendungen als Hochtemperatur-Isolationsmaterial, wie sie auch in der Raumfahrttechnik gefordert werden.

Am Fraunhofer ICT wurden zudem neuartige Kunststoffbeschichtungen entwickelt, die Kunststoffe und Compositmaterialien effektiver vor einer Entzündung schützen, als dies mit Flammschutzmitteln erreicht werden kann. Ziel unserer Entwicklungen ist die Vermeidung von umweltgefährdenden Flammschutzmitteln und damit eine einfachere Recyclebarkeit von Kunststoffen bei gleichzeitig besseren Flammschutzeigenschaften.

Dr. Stefan Tröster | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ict.fraunhofer.de

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