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Ein Haus zum Mitnehmen: Die HomeBox ist mobil

23.07.2009
Architektinnen und Architekten entwickelten Prototyp eines Wohncontainers aus Holz

Dieses Haus kann umziehen: Ein Architektenteam des Instituts für Entwerfen und Konstruieren, Abteilung Experimentelles Entwerfen und Konstruieren, an der Leibniz Universität Hannover hat eine mobile Unterkunft in Holzbauweise entworfen.

Die so entstandene HomeBox entspricht den Maßen eines international genormten Frachtcontainers und soll als Wohnraum Verwendung finden. Dabei kann die Box aufgrund ihrer Maße mithilfe von genormten Hebe- und Transportmitteln weltweit eingesetzt werden, da sie nicht an einen Standort gebunden ist.

Ein Prototyp steht auf dem Gelände der Fakultät für Architektur und Landschaft, Herrenhäuser Str. 8, 30419 Hannover, gegenüber den Herrenhäuser Gärten. Besucherinnen und Besucher können die HomeBox jederzeit von außen besichtigen; ein Besuch der Innenräume ist nach Absprache möglich.

Die Boxen könnten dazu dienen, bestehende Baulücken in Städten temporär zu nutzen. Auch ein Einsatz als Notwohnung beispielsweise in Flüchtlingslagern wäre möglich. Die HomeBox wird im Gegensatz zu den sonst üblichen Containern nicht auf der Längsseite aufgestellt, sondern hochkant. Die Grundfläche des Holzhauses misst rund 2,9 Meter mal 2,4 Meter. Durch das ungewöhnliche Format entsteht eine Unterkunft, die an einen kleinen Turm erinnert und damit deutlich weniger Stellfläche benötigt als die sonst verwendeten Container.

Der Vorteil im Vergleich zu den sonst üblichen Stahlcontainern liegt neben dem niedrigen Platzbedarf vor allem in der Verwendung des Materials Holz. Reparaturen und Unterhalt sind bei Stahlwerkstoffen in der Regel deutlich teurer als bei Holz. Zudem steigen die Stahlpreise zurzeit deutlich an. Das Material Holz ist dagegen kostengünstig und als nachwachsender Rohstoff auch umweltfreundlich. Darüber hinaus ist das Wohnen in Holzwänden angenehmer und gesünder als in einer Hülle aus Stahl. Die Holzcontainer lassen sich einfacher und kostengünstiger variieren, anpassen und umbauen. In leichterer Ausführung können aus diesem Konzept Notwohnungen entwickelt werden.

Informationen über das Projekt sowie Fotos vom Prototyp der HomeBox sind auch im Internet unter http://www.exek.uni-hannover.de in der Rubrik Forschung einzusehen.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Han Slawik vom Institut für Entwerfen und Konstruieren, Abteilung Experimentelles Entwerfen und Konstruieren, unter Telefon +49 511 762 5443/2122 oder per E-Mail unter slawik@iek.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.exek.uni-hannover.de
http://www.uni-hannover.de

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