Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hauptbahnhof Salzburg mit modernem Foliendach

27.09.2013
Folienkissen hergestellt aus 3M Dyneon ETFE ergänzen historische Gleisüberdachung

Von einem Grenzbahnhof mit Kopf- und Durchgangsgleisen zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt auf der Ost-West-Achse von Paris über Wien nach Bratislava:


Das neue Dach des Bahnhofs Salzburg ist bestückt mit Folienkissen, hergestellt aus 3M Dyneon ETFE.
Quelle: 3M

Mit dem Um- und Ausbau des 1860 eröffneten Hauptbahnhofs Salzburg treiben die Österreichischen Bundesbahnen, ÖBB, den Ausbau des transeuropäischen Bahnnetzes voran. Der Entwurf des Umbaus der Aachener Architekten Kada Wittfeld verbindet die denkmalgeschützte Gleisüberdachung mit einer modernen Folienkissen-Dachkonstruktion. Die NOWOFLON® ET 6235Z Folien aus dem Hochleistungspolymer 3M Dyneon ETFE konfektionierte die Ceno Membrane Technology zu einer filigranen, hochtransparenten Konstruktion.

Der Hauptbahnhof Salzburg verband schon bei seiner Eröffnung 1860 zwei Staaten miteinander: Das König- und Kaiserreich Österreich-Ungarn und Bayern. Mehrfach erweitert, war er über 100 Jahre lang ein kombinierter Durchgangs- und Kopfbahnhof, in dem mehrere Gleise endeten. Im Zuge des Ausbaus des transeuropäischen Streckennetzes wandelte die ÖBB Infrastruktur Bau AG den Hauptbahnhof seit Ende 2008 in einen leistungsfähigen Durchgangsbahnhof um, den im Durchschnitt täglich 25.000 Fahrgäste nutzen. Dabei blieben das historische Empfangsgebäude und die stählernen Spannbögen über den Gleisen erhalten.

Moderne Installation von Meisterhand

Durch den Bau zusätzlicher Gleise war die Erweiterung der Überdachung notwendig. In einer internationalen Ausschreibung setzten sich die Architekten Kada Wittfeld durch. Der Entwurf ergänzt die drei historischen und 2009 restaurierten Stahldächer durch zwei rund 300 Meter lange Dachkonstruktionen aus pneumatisch unterstützten Folienkissen. Für die Projektierung, Berechnung und Installation der filigranen Konstruktion zeichnete die Ceno Membrane Technology aus Greven verantwortlich. Seit mehr als 30 Jahren gehört Ceno Membrane Technology zu den führenden Unternehmen im Bereich der Textilen Architektur und realisiert weltweit anspruchsvolle Membranbauten. Die Installation erfolgte in zwei Schritten in den Jahren 2012 und 2013.

Geringes Flächengewicht erlaubt neue Formensprache

Die beiden textilen Dachflächen überspannen eine Grundfläche von rund 6.000 Quadratmetern Sie bestehen aus insgesamt 161 dreilagigen, Druckluft unterstützten Folienkissen-Elementen. Quer zu den Gleisen montiert, erreichen die gewölbten Kissen in der Breite bis zu 4,5 Meter und eine Länge bis zu 24 Metern. Die von der Siegsdorfer Nowofol Kunststoffprodukte GmbH & Co. KG extrudierten NOWOFLON® ET 6235Z Folien für den Hauptbahnhof Salzburg sind lediglich 250 bis 300 Mikrometer dünn und hochtransparent. Das Flächengewicht beträgt nur ca. ein Zwanzigstel dessen von Glas. Das ermöglicht sehr filigrane Konstruktionen und eröffnet neue Freiheitsgrade in der architektonischen Formensprache. Ceno Membrane Technology konfektioniert die Folien mit Hilfe kontinuierlicher Wärmeimpuls-Schweißverfahren und spannt sie in individuell konstruierte Aluminiumrahmen ein.

Leistungsstark, beständig und höchst belastbar

Aus Dyneon ETFE extrudierte Folien haben eine niedrigenergetische Oberfläche. Damit reicht in den meisten Fällen ein normaler Regenschauer, der den Schmutz herunter wäscht. Das reduziert die Unterhaltskosten. Der Werkstoff Dyneon ETFE ist chemisch nahezu universell beständig und erfüllt die Brandklasse B1 nach DIN 4102. Als hochtransparente Folien lassen sie mehr als 90 Prozent des sichtbaren Lichtspektrums passieren. Je nach Anwendung können die NOWOFLON® ET 6235Z Folien in fast allen RAL-Tönen und in verschiedensten Stärken produziert werden. Die extrem zugfesten Folien benötigen weder Weichmacher noch Stabilisatoren und behalten über Jahrzehnte ihre vorteilhaften Eigenschaften. Die Folien aus dem Hochleistungspolymer Dyneon ETFE wurden in den 1980er Jahren entwickelt und begründeten die moderne Folienarchitektur. Sie bewähren sich seit ihrer Markteinführung in allen Klimazonen als extrem dauerhaft und beständig.

Über 3M
3M beherrscht die Kunst, zündende Ideen in Tausende von einfallsreichen Produkten umzusetzen – kurz: ein Innovationsunternehmen, welches ständig Neues erfindet. Die einzigartige Kultur der kreativen Zusammenarbeit stellt eine unerschöpfliche Quelle für leistungsstarke Technologien dar, die das Leben besser machen. Bei einem Umsatz von fast 30 Mrd. US-Dollar beschäftigt 3M weltweit etwa 88.000 Menschen und hat Niederlassungen in über 70 Ländern.

Über Dyneon

Die Dyneon GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der 3M und Teil der Advanced Materials Division, ist einer der führenden Fluorpolymerhersteller der Welt. Dyneon ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Fluorelastomeren, Polytetrafluorethylen (PTFE), Fluorthermoplasten und Kunststoff-Additiven und über die Vertriebskanäle der Muttergesellschaft 3M in mehr als 50 Ländern vertreten.

Kundenkontakt:
Dyneon Kundenkontakt
Tel.: 0800 - 396 366 27
Fax: 0800 - 396 366 27
E-Mail: Dyneon.europe@mmm.com

Anke Woodhouse | 3M Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.3M.de
http://www.dyneon.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Stadtplanung im Klimawandel: HafenCity Universität Hamburg entwickelt Empfehlungen
24.03.2017 | HafenCity Universität Hamburg

nachricht Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen
23.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise