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Erdkabel-Verschnitt deutlich minimiert - Intelligente Software für Bauunternehmen entwickelt

17.09.2010
Die Adolf Grimmert Bauunternehmung GmbH & Co. KG in Wilhelmshaven verlegt jedes Jahr Tausende Kilometer von Erdkabeln für die Übertragung von Kommunikationsdaten. Das ist an sich nichts Besonderes.

Wenn man aber weiß, dass von jeder Kabeltrommel diverse Meter Verschnitt übrig bleiben, die das Unternehmen nicht weiter verwenden kann, dann wird schnell deutlich, wie viel wertvolles Material im Abfall landet.

„Ökologisch und ökonomisch betrachtet war das eine unbefriedigende Situation“, sagt Firmenchef Matthias Grimmert, der deshalb Kontakt mit Prof. Dr. Jörg Schneider vom Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Jade Hochschule am Standort Wilhelmshaven aufnahm, der sich mit Simulation und Optimierung von Materialflüssen und Geschäftsprozessen befasst. „Ich schilderte ihm mein Problem, und er signalisierte mir eine Lösung."

Sieben Studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen setzten sich fortan mit der Fragestellung auseinander, diskutierten und erprobten Optimierungsalgorithmen und entwickelten innerhalb von sechs Wochen eine Software, die schnell und zuverlässig ausrechnet, wie viele Meter Kabel von welcher Trommel entnommen werden müssen, um möglichst wenig Verschnitt zu produzieren. Denn das Unternehmen erledigt zeitgleich unterschiedliche Erdkabelverlegungen und betreibt deshalb eine Just-in-Time-Planung.

„Es war interessant zu beobachten, wie routiniert die Studierenden das Projekt strukturiert und Teilaufgaben zugeordnet haben, wie konstruktiv die Gruppenprozesse abliefen und wie schnell schließlich eine Lösung auf dem Tisch lag, die dem Unternehmen präsentiert wurde“, berichtet Jörg Schneider. Unter seiner Anleitung produzierten sie die Software, schrieben ein Anwenderhandbuch und schulten Mitarbeiter.

„Ich bin mit dem Ergebnis absolut zufrieden und würde immer wieder mit der Jade Hochschule zusammenarbeiten“, sagt Matthias Grimmert, der sich noch gut an seine eigene Studienzeit erinnert. „Wir waren doch alle froh, wenn wir nicht nur theoretisch gelernt haben, sondern auch mal ein Praxisbezug hergestellt werden konnte. Genauso war es auch bei diesen Studierenden“, was Jörg Schneider bestätigt.

Anke Westwood | idw
Weitere Informationen:
http://www.jade-hs.de

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