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Energiekonzept für ein Wohnquartier

30.03.2010
Sanierung mit Methode

Kommunen, die den Energieverbrauch im Gebäudesektor nachhaltig senken wollen, können über die Ebene des Einzelgebäudes hinaus agieren. Möglichkeiten bieten sich über Bebauungspläne oder als Anteilseigner an Energieversorgern und Wohnungsunternehmen.

Im Stadtteil Rintheim erprobt die Stadt Karlsruhe modellhaft die Entwicklung eines Energiekonzeptes für ein gesamtes Quartier. Das BINE-Projektinfo "Integrales Energiekonzept für ein Wohnquartier" (01/10) stellt den Rahmen, die methodischen Ansätze und die Einzelmaßnahmen vor.

Grundlage des Energiekonzepts ist eine umfassende Bestandsanalyse der sanierungsbedürftigen Wohngebäude aus den 1950er und 60er Jahren. Auf dieser Basis wurden Maßnahmen zur energetischen Verbesserung mit entsprechenden Investitionen beschrieben und in Dringlichkeitsstufen eingeordnet. Mit Hilfe eines Rechenmodells wurde dann die optimale Maßnahmenkombination zum Erreichen des Kostenminimums herausgefiltert. Parallel zur Modernisierung der Gebäude wird ein Nahwärmenetz aufgebaut. Insgesamt sollen dadurch der Primärenergieeinsatz und die CO2-Emissionen um über 80 Prozent reduziert werden.

Das Quartiers-Energiekonzept für das Rintheimer Feld ist inzwischen fertiggestellt und das erste Gebäude saniert. Im Anschluss wird der Betrieb der Gebäude über drei Heizperioden kontinuierlich ausgewertet und optimiert. Das BINE-Projektinfo "Integrales Energiekonzept für ein Wohnquartier" (01/10) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich - im Internet unter www.bine.info oder telefonisch unter 0228 92379-0.

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Rüdiger Mack | idw
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