Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drahtlos glücklich - WLAN-Isolationswand

08.11.2010
FH-Forscher entwickeln WLAN-Isolationswand mit der die Datenübertragung im Büroraum beschleunigt, Daten über den Funkkanal störungsfrei empfangen und Gebäude vor äußeren funktechnischen Einflüssen geschützt werden können.

Schluss mit Kabelsalat und Stolperfallen: Mobile, funkwellengestützte Kommunikationsmittel wie Handys oder Computernetzwerke (WLAN) sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

Doch so leicht sie den Menschen das Leben auch machen, drahtlose Kommunikation hat auch ihre Tücken: So kann die Anmeldung mehrerer Nutzer an einem Wireless-LAN-Zugangspunkt zu langsamen Ladezeiten für jeden Einzelnen führen. Fachleute sprechen von einer verringerten Datenrate.

Zudem führt die Zunahme von funkwellen-gestützten Anwendungen zu einer Überbelegung der Funkkanäle und damit zu Störungen. Ein Problem, für das Prof. Dr. Holger Heuermann vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der FH Aachen in Zusammenarbeit mit dem Bauingenieur Andreas Graf eine passende Lösung entwickelt hat: die WLAN-Isolationswand.

Bei der WLAN-Isolationswand handelt es sich zunächst um eine ganz normale Betonwand, die alle bisherigen Betoneigenschaften wie hohe Festigkeit und Schallschutz in sich vereint. „Neu hinzu kommt eine Struktur aus Empfangsantennen, die aus schlecht leitenden Metallen gebaut wird“, erklärt Prof. Heuermann.

„Dadurch werden die Funk- oder Mikrowellen, die von dem WLAN-Zugangspunkt ausgehen, absorbiert und die Energie in Form von kaum spürbarer Wärme an die Betonwand abgegeben.“ Das hat den großen Vorteil, dass die Datenübertragung im Büroraum beschleunigt und Daten über den Funkkanal störungsfrei empfangen werden können. Darüber hinaus wird das Gebäude vor äußeren funktechnischen Einflüssen geschützt. „Dies kann beispielsweise großen Rechnerräumen zugute kommen, die mit umfangreichen und vertraulichen Datenmengen arbeiten“, betont Graf.

Schon bald kommen die WLAN-Isolationswände zum Einsatz: „Als erstes sollen Bürogebäude in Zusammenarbeit mit dem Fertigteilwerk Gladbeck der Bauunternehmung Züblin entstehen“, sagt Prof. Heuermann, „denn der Einbau dieser Betonwände ist nur im Neubau möglich“. Später ließe sich das Konzept aber auch auf Wohnräume übertragen und dadurch das private WLAN-Netz nach außen abschirmen. Heuermann: „Das Gute ist: Jetzt entscheiden wir, wo die elektromagnetische Energie hin geht – und zwar nur dorthin, wo wir sie auch haben möchten.“

| idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Doppelhaus mal anders - Elegantes Glas-Ensemble am Hang
02.05.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Bauübergabe der ALMA-Residencia
26.04.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten