Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein deutschlandweit einzigartiger Forschungsbau: Das Digital Bauhaus Lab

17.09.2012
Auf dem Campus der Bauhaus-Universität Weimar entsteht derzeit ein interdisziplinäres Forschungszentrum, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Bereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften, Gestaltung und Geisteswissenschaften modernste Laborflächen und Arbeitsumgebungen auf technisch höchstem Niveau bietet.
In dem deutschlandweit einzigartigen Gebäude findet zukünftig Forschung zu Themenfeldern statt, die hochaktuell und von zentraler Bedeutung für unsere Informationsgesellschaft sind. Dazu gehören die Schwerpunkte Informationssuche und Wissensverarbeitung, Digital Engineering, Technologie und Gesellschaft sowie Sicherheit und Vertrauen. Ende August wurde für das Digital Bauhaus Lab in Weimar offiziell der Grundstein gelegt.

Berühmte US-amerikanischer Labore wie das MIT Media Lab in Cambridge/Massachusetts inspirierten die Planungen für das Digital Bauhaus Lab, in das ab 2013 zehn Labore auf vier Etagen einziehen. Ein Interface-Entwicklungslabor und ein Visual-Analytics-Labor bilden beispielsweise eine ideale Symbiose für die Hard- und Software-Entwicklung moderner Benutzungsschnittstellen.
Im Erdgeschoss steht die soziale Interaktion in öffentlichen Räumen im Mittelpunkt und damit der Mensch selbst als Untersuchungsgegenstand. Zudem ermöglicht das Digital Bauhaus Lab sowohl High-Performance-Computing für Simulationsaufgaben des Bauingenieurwesens als auch die Verarbeitung extrem großer Datenmengen, wie sie bei der Analyse des World Wide Web auftreten.

Auch ein Multi-User 3D-Display zieht ins Digital Bauhaus Lab ein. Es unterstützt Informatiker und Bauingenieure in ihrer Zusammenarbeit auf einer „Virtuellen Baustelle“ und eignet sich insbesondere für die Visualisierung komplexer räumlicher Simulationen. Ausgestattet mit einer ca. fünf Meter mal drei Meter großen und hoch aufgelösten 3D-Projektion erlaubt es die gleichzeitige Interaktion von bis zu sechs Personen.
Zehn Trackingkameras erfassen Kopfbewegungen der Nutzer – dadurch erscheint für jede Position das dargestellte Szenario perspektivisch korrekt in 3D. Alle Benutzerinnen und Benutzer können sich somit unabhängig frei im Raum bewegen, auf Objekte zeigen und um sie herumgehen. Das Multi-User 3D-Display ist eines von sechs geplanten Forschungsgroßgeräten im Digital Bauhaus Lab und bisher das einzige seiner Art weltweit.

Vor allem die Studierenden der Bachelor-Studiengänge „Bauingenieurwesen“ und „Medieninformatik“ sowie der Master-Studiengänge „Bauingenieurwesen“ und „Computer Science and Media“ profitieren von der technologisch zukunftsweisenden Ausstattung der neuen Labore. Praxisnah und projektorientiert arbeiten die angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in dem interdisziplinären „Zukunftslabor“, wie der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, das Digital Bauhaus Lab anlässlich der Grundsteinlegung bezeichnete.

Das Digital Bauhaus Lab entsteht auf dem Universitätscampus in unmittelbarer Nähe zu allen Fakultäten der Bauhaus-Universität Weimar. Architektonisch bietet das Gebäude mit einer Nutzfläche von 560 m² ein Höchstmaß an Flexibilität: vier Geschosse mit fast quadratischem Grundriss und freitragenden Decken lassen eine individuelle Planung sowie einfache Änderungen der Raumaufteilung zu. Die Bausumme liegt bei 7,65 Millionen Euro, finanziert jeweils zur Hälfte aus Bundesmitteln und Mitteln des Freistaats Thüringen. Für eine Förderung des Forschungsbaus sprachen sich sowohl die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, die Deutsche Forschungsgemeinschaft als auch das Land Thüringen aus und kamen jeweils zu der Einschätzung, dass es im Digital Bauhaus Lab um herausragende wissenschaftliche Qualität von nationaler Bedeutung geht, die eine umfassende Förderung verdient.

Der Anspruch des Digital Bauhaus Labs, sich forschend den technologischen, künstlerischen, wissenschaftlichen und sozialen Herausforderungen der Wissens- und Informationsgesellschaft zu widmen, entspricht dem interdisziplinären Ansatz der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar: Die Absolventinnen und Absolventen der acht Bachelor- und Masterstudiengänge sind kreative und wissenschaftlich arbeitende Medienschaffende und haben ausgezeichnete berufliche Perspektiven.

Bewerbungsfrist für den Bachelor Medieninformatik oder den Master Computer Science and Media ist jeweils der 30. September 2012.

Auskünfte erteilen auch gern folgende Professoren:

Prof. Dr. Benno Stein, Professur Content Management und Web-Technologien
Sprecher des Digital Bauhaus Labs
E-Mail: benno.stein@uni-weimar.de
Tel.: +49 (0) 36 43/58 37 10

Prof. Dr. Bernd Fröhlich, Professur Systeme der Virtuellen Realität
Studiengangsleiter Medieninformatik/Computer Science and Media
E-Mail: bernd.froehlich@uni-weimar.de
Tel.: +49 (0) 36 43/58 37 32

Claudia Weinreich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-weimar.de/medieninformatik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Ökologischer Anbau: Tradition und Moderne perfekt vereint
28.03.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Die Media-Koje – die wohl größte Couch der Welt im Designhaus „Haussicht“
19.03.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics