Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brillante dekorative Festkörper-Dünnschichten für Metallverkleidungen und -fassaden

21.09.2015

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP stellt zum ersten Mal auf der V2015 (12.-15. Oktober 2015, Dresden, Wyndham Garden Hotel, Stand Nr. 5) verschiedene großflächige dekorative Festkörper-Dünnschichten auf Metalloberflächen vor.

Metallene Oberflächen müssen den vielfältigsten Anforderungen genügen: Sie sollen zum Beispiel kratzfest sein, wasserabweisend, matt oder antibakteriell. Meistens sollen Oberflächen jedoch auch ästhetisch ansprechend sein.


Mit Interferenzfarben beschichtete Platten

Fraunhofer FEP


Dekorative Schichten auf flexiblen Metallbändern

Fraunhofer FEP

Beschichtungen müssen folglich mehrere Funktionen zugleich übernehmen. Auf kleineren Flächen gelingt das Aufbringen solcher dekorativer Multifunktions-Schichten bereits problemlos mit dünnen Festkörperschichten, die im Vakuum aufgebracht werden.

Denkt man nun an ganze Häuserfassaden, Verkleidungen oder Wandplatten aus Metallblechen, so ist es schon nicht mehr so einfach, solch große Flächen gleichmäßig und dekorativ zu beschichten.

Das Fraunhofer FEP hat hierfür verschiedene Lösungen parat. Die Wissenschaftler arbeiten seit Jahren an Technologien zur Oberflächenbeschichtung. Sie haben z. B. Rolle-zu-Rolle-Anlagen, auf denen sie Metallbänder mit unterschiedlichen Materialien und Farben im Vakuum beschichten können.

Für eine goldfarbene Oberfläche verwendet man zum Beispiel Titannitrid-Schichten, die nicht nur dekorativ aussehen, sondern die Oberfläche auch vor Verschleiß und Korrosion schützen.

Im Gegensatz zu solchen Farben, die im Material von Nitrid- oder Carbidschichten aufgrund von Lichtabsorption hervorgerufen werden, basieren sogenannte Interferenzfarben auf dünnen und durchsichtigen Oxidschichten (wie beispielsweise aus Titanoxid). Sie bringen besonders brillante Farben hervor.

Den Interferenzeffekt kennt man von Ölfilmen auf einer Pfütze, die in den unterschiedlichsten Farben im Sonnenlicht schimmern. Je nach gewünschter Farbgebung können die Wissenschaftler präzise die geeignete Oxidschicht im Vakuum aufbringen. Sie können damit Farben in großer Vielfalt und in unterschiedlichen Nuancen darstellen. Die ausgewählten Oxidschichten sind kratzfest und können nach einer Bestrahlung mit ultraviolettem Licht sogar photokatalytisch wirken, das heißt, die Oberfläche lässt sich einfacher reinigen.

Prof. Metzner, Abteilungsleiter »Beschichtung von Platten und Metallbändern« am Fraunhofer FEP, erklärt: »Durch jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von Prozessen können wir heute unseren Kunden und Partnern ein breites Spektrum an dekorativen Schichten anbieten und für den jeweiligen Einsatzzweck optimieren.«

Natürlich können am Fraunhofer FEP nicht nur flexible Metallbänder beschichtet werden, sondern auch starre Platten. Die Wissenschaftler stehen industriellen Partnern über die gesamte Produktentwicklung zur Seite. Angefangen mit Machbarkeitsstudien über Bemusterungen und Prozessentwicklungen in Laboranlagen können sie gemeinsam mit der Industrie in ihren Großanlagen auch eine erste Pilotfertigung übernehmen. Die am Fraunhofer FEP beschichteten Metall-Oberflächen sehen nicht allein schön aus, sie übernehmen zugleich weitere Funktionen, wie beispielsweise den Schutz gegen Kratzer, Korrosion oder Fingerabdrücke – je nach Kundenwunsch.

Pressekontakt:

Frau Annett Arnold

Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP
Telefon +49 351 2586 452 | annett.arnold@fep.fraunhofer.de
Winterbergstraße 28 | 01277 Dresden | Deutschland | www.fep.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://s.fhg.de/6Wj

Annett Arnold | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Fassaden, die mitdenken
06.12.2017 | Technische Universität München

nachricht Beton aus dem 3D-Drucker
04.12.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten