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Kleines Handwerk wird fit für große Baustellen

10.12.2007
Das Fraunhofer IAO macht mit dem Projekt "MAREMBA" kleine und mittlere Handwerksbetriebe fit für große Aufträge. Personelle Ressourcen und digitale Ausschreibungen sind kein Problem mehr. Das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium prämiert und wird finanziell gefördert.

Kleine und mittlere Handwerksbetriebe haben bei der Vergabe von Großprojekten wenige Chancen, weil ihnen personelle Ressourcen für solche Aufträge fehlen. Erschwerend kommt für sie hinzu, dass die Ausschreibung von Großprojekten zunehmend auf elektronischem Weg erfolgt, was für den öffentlichen Sektor ab 2010 aufgrund von EU-Richtlinien sogar Standard sein wird. Zudem fordern Auftraggeber für die Bauauftragsabwicklung ein mobilfunkgestütztes Baustellen- und Wartungsmanagement.

Für beides haben die Handwerksbetriebe häufig nicht die notwendigen technischen Voraussetzungen, Ressourcen und Erfahrungen. Diese Anforderungen scheinen das K.O.-Kriterium für zukünftig notwendige Kooperationen zu sein. Gerade auf Großbaustellen werden vom Einsatz leistungsfähiger und flexibler Ressourcenplanung besonders hohe Effizienzsteigerungen für Handwerksbetriebe erwartet, denn die Einbindung vieler Handwerksbetriebe in komplexe Planungsabläufe setzt eine Aufteilung in voneinander abhängigen Teilleistungen voraus.

Das Fraunhofer IAO hat sich mit mehreren Projektpartnern zusammengetan, um hierfür eine Lösung zu finden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: "MAREMBA - Mobile Assistenz für das RessourcenManagement in der Bau-Auftragsabwicklung " wurde vom Bundeswirtschaftsministerium prämiert und wird jetzt finanziell gefördert. Ziel des Projekts "MAREMBA" ist, die Handwerksbetriebe fit für die digitale Ausschreibung und die Abwicklung von Großprojekten zu machen. Darüber hinaus werden sie einen Know-how-Transfer bezüglich mobiler Technologien (Electronic Mobility) erhalten.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. In dieser Zeit soll eine Plattform im Internet entwickelt und mit mobilen Endgeräten wie Handhelds oder Mobiltelefonen vernetzt werden. Über diese Plattform und eine Erweiterung der branchenüblichen Software können die Betriebe zukünftig Kooperationspartner finden, sich an der elektronischen Ausschreibung beteiligen und gemeinsam den Auftrag in der geforderten Art und Weise abwickeln. Die mobilen Endgeräte informieren jeden Partner über den aktuellen Stand des Projekts. Für die Nutzung der unterschiedlichen Dienste wird ein entsprechendes Schulungskonzept ausgearbeitet.

Neben dem Fraunhofer IAO sind das Elektro Technologie Zentrum Stuttgart, der Baden-Württembergische Handwerkstag, das Forum soziale Technikgestaltung und die PDS Programm + Datenservice GmbH sowie die Heldele GmbH beteiligt.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Fraunhofer IAO
Dr. Josephine Hofmann
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-20 95,
Fax: +49 (0) 7 11/9 70-22 99
E-Mail: josephine.hofmann@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de/

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