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Graue Flecken auf der Landkarte und Geisterhäuser in der Stadt

29.11.2007
Manch einer mag bei dieser Überschrift an ein Spukszenario aus einem Buch denken, doch Landschaftsarchitekten und Stadtplaner kennen dieses Bild nur zu gut und beschäftigen sich mehr und mehr mit Folgelandschaften und Low-Profit-Immobilien.

Die einstigen "grauen Flecken" und "Geisterhäuser" stellen Architekten und Planer zwar vor eine große Herausforderung, eröffnen allerdings interessante gestalterische Möglichkeiten und vielversprechende Perspektiven. Dabei ist es wichtig, gerade im Umbau von Folgelandschaften wie auch im Projektmanagement bei Immobilien die richtigen Methoden und Techniken zu kennen.

Neben den üblichen Kategorien Verfall, Abriss und Neubau steigt in den letzten Jahren das Bewusstsein, in einem weiteren Kontext zu planen. So wird auch beispielsweise die besondere Geschichte brachgefallener Industriegebiete respektiert oder die Renaturierung von Tagebaufolgelandschaften mit außergewöhnlichen Ideen vorangetrieben.

Die genaue Akzentuierung innerhalb der Projekte und die Einhaltung des kulturellen Aspekts sind in diesen Bereich anspruchsvolle Anforderungen, die mit dem Standardrepertoire nicht zu bewältigen sind. Ein breites Spektrum an Spezialkenntnissen ist für den sicheren konzeptionellen und gestalterischen Umgang unabdingbar. Dieses spezifische Know-how muss ein Architekt oder Planer jedoch erst einmal erlernen oder erfahren, um die Chancen gestaltend eingreifen zu können auch wirklich hinreichend nutzen zu können. Damit die Branche diese interessante sowie anspruchsvolle Gelegenheit vollständig wahrnehmen kann, raten Experten zur gezielten Weiterbildung auf diesem Gebiet. Ein fundierter Masterkurs wie beispielsweise das Studienprogramm Redevelopment/Design and Management ist dabei eine äußerst ansprechende Lösung.

Das Institut für Städtebau und Landesplanung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen startet 2008 bereits zum zweiten Mal unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Kunibert Wachten dieses Masterprogramm. Gemeinsam mit dem Partner, der MGG Montan-Grundstücksgesellschaft mbH, und unter Einbindung renommierter Fachleute der LEG Stadtentwicklung GmbH & Co. KG, der RWE Power AG sowie weiterer Unternehmen der Flächenentwicklung werden in einem lebendigen sowie fundierten Mix theoretische Grundlagen, Methoden und Techniken mit praktischen Beispielen und Projekten verknüpft. Hier lernt ein Architekt und Planer alles, um aus "grauen Flecken" grüne, reichhaltige Flächen und aus "Geisterhäusern" geistvolle, attraktive Gebäude zu schaffen. Die Teilnehmer des ersten Masterkurses werden am 24. April 2008 ihr Studium mit einer feierlichen Masterzeremonie beendet haben und bestens für die Herausforderung gerüstet sein. Für den am 21. Februar 2008 startenden Kurs sind noch einige wenige Restplätze buchbar.

Das berufsbegleitende Studium wird in den Räumlichkeiten von Schloss Dyck mit zwei verschieden wählbaren Vertiefungsrichtungen (industrielle Folgelandschaften oder Low-Profit-Immobilien) angeboten. Es ist modular aufgebaut und dauert insgesamt ein Jahr. Nach erfolgreicher Teilnahme und Bestehen der Masterarbeit sowie -prüfung, erhalten die Absolventen den Master-Titel der RWTH Aachen. Zusätzlich interessant für die Teilnehmer ist aber auch die Vernetzung mit Kollegen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis. Diese Kontakte bilden die Grundlage für ein tragfähiges Netzwerk im Berufsalltag.

Weitere Informationen über das Studienprogramm:

RWTH International Academy
Frau Martina Knoblauch
Templergraben 55
52062 Aachen
Telefon: 0241 / 80-27610
Email: m.knoblauch@rwth-academy.com

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

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