Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissen, wann die Brücke bricht - funkbasiertes Sensornetzwerk zur Schadensfrüherkennung an Bauwerken

17.09.2007
In letzter Zeit häufen sich Schadensfälle bei Bauwerken, bei denen plötzlich ein Bauteil versagte und ein Teil- oder Gesamteinsturz die Folge ist.

Gerade bei Brücken und Hallenkonstruktionen führt dies häufig zu hohem Personen- und Sachschaden. Das oft hohe Brückenalter und das steigende Verkehrsaufkommen (besonders Schwerverkehr) stehen in deutlichem Widerspruch zueinander. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass schnell und oft unbemerkt die Tragfähigkeit einer Brücke abnimmt mit den oben erwähnten Folgen.

Um solchen Unfällen vorzubeugen, entwickeln derzeit die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und die Berliner Firma ScatterWeb ein spezielles funkbasiertes, selbstorganisierendes Messsystem. Dieses Messsystem setzt sich aus einer Vielzahl von baugleichen Sensoren zusammen. Sie arbeiten autark, benötigen keine Verkabelung, fungieren sowohl als Sender als auch als Empfänger und sind mit spezieller Sensorik ausgerüstet. Dadurch ist eine Langzeitüber¬wachung von Bauwerken oder technischen Anlagen möglich. Dies gilt in besonderem Maße für Bauwerke im Bereich Transport und Verkehr sowie für industrielle Großanlagen, bei denen im Zuge der Nachrüstung eine Verkabelung schwierig ist.

Um große oder schwer zugängliche Objekte zuverlässig über eine lange Zeit überwachen zu können, muss eine ausreichende Funkreichweite gewährleistet sein. Die Sensoreinheit verwendet Dehnungsmessstreifen (DMS) zur Spannungsanalyse und beinhaltet weitere Anschlussmöglichkeiten für zusätzliche Sensoren. Darüber hinaus müssen alle Komponenten mit hoher Messgenaugigkeit extrem energieeffizient arbeiten. Die ebenfalls erforderliche hohe Netzwerkstabilität wird durch die sogenannte Multihop-Architektur gewährleistet, die den Ausfall bzw. Austausch einzelner Module und die Integration zusätzlicher Module ohne Unterbrechung des Netzwerkbetriebs ermöglicht.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert und vereint zwei Partner, die jeweils auf ihrem Gebiet eine Spitzenstellung einnehmen. Die BAM bringt durch die Fachgruppe "Mess- und Prüftechnik; Sensorik" ihre hohe Kompetenz auf dem Gebiet der Sensorik, experimentellen Strukturüberwachung und Schadensfrüherkennung ein, die Firma ScatterWeb ist führend auf dem Gebiet der selbstorganisierenden Funknetzwerke.

Kontakt: Dr.-Ing. Matthias Bartholmai
Fachgruppe VIII.1 "Mess- und Prüftechnik, Sensorik"
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
12200 Berlin
Tel.: +49 30 8104-1912
Fax: +49 30 8104-1917
Mail: matthias.bartholmai@bam.de
Janis Anders
ScatterWeb GmbH
Charlottenstr. 16
10117 Berlin
Tel.: +49 30 8020838-0
Fax: +49 30 8020830-11
Mail: anders@scatterweb.net

Dr. Ulrike Rockland | idw
Weitere Informationen:
http://www.bam.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Stadtplanung im Klimawandel: HafenCity Universität Hamburg entwickelt Empfehlungen
24.03.2017 | HafenCity Universität Hamburg

nachricht Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen
23.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise