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Klimaschutz konkret: was geht, wer zahlt, wer macht’s?

28.08.2007
Ein Klimaschutz-Symposium zu Klimawandel und Energieeffizienz des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) und des Holzhaus-Unternehmens Baufritz am 12. Juli in der HausSchneiderei in Erkheim/Unterallgäu

Dipl.-Ing. (FH) Karlheinz Müller (Baubiologe und Umweltbeauftragter, Erkheim)

„Häuser mit CO2-positiver Bilanz: Was muss dafür getan werden?“

Privathaushalte verbrauchen rund die Hälfte der weltweit produzierten Energie. Deshalb gehört ökologisches Bauen zu einem der Erfolg versprechenden Wege, mit dem der Klimawandel aufgehalten werden kann. Dabei bestimmt schon die Architektur den Energieverbrauch eines Gebäudes über die gesamte Lebensdauer mit. Grundlage dafür, dass ein Haus eine positive CO2-Bilanz aufweisen kann, sind Bau- und Dämm-Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, ein energieeffizientes Heizsystem und eine Energie optimierte Nutzung durch dessen Bewohner.

Mit seinen aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen hergestellten „Voll-Werte-Häusern“ erfüllt Baufritz als einer der wenigen Anbieter seit mehr als 15 Jahren die Voraussetzung nicht nur für CO2-neutrales, sondern auch für CO2-positives Bauen. Solch ein CO2-Plus-Haus trägt damit zum Klimaschutz bei, denn es verbindet Nachhaltigkeit, Ökologie und effizienten Einsatz von Energie.

Der nachwachsende Rohstoff Holz entzieht durch seine hohe CO2-Speicherkapazität klimawirksames Kohlendioxid aus der Erdatmosphäre. Mit jedem CO2-Plus-Haus von Baufritz werden deshalb mehr als 40 Tonnen CO2 gespeichert. Dieser Wert entspricht dem durchschnittlichen CO2-Ausstoß eines Mittelklasseautos in 30 Jahren bei einer Jahresleistung von 10.000 Kilometern.

Produziert wird solch ein Haus ressourcen- und umweltschonend, denn es soll während des gesamten Produktlebenszyklus’ – also vom Fällen des ersten Baumes bis zur Entsorgung – die Umwelt möglichst wenig belasten. Zukunftsweisend sind dabei die einstofflichen Klimaschutzwände: 40 Zentimeter stark und nahezu vollständig aus Holz – Hightech aus der Natur. Diese Wände reduzieren den Jahresenergieverbrauch auf wenige 100 Liter. Für innovativen Wärmeschutz sorgen zudem 3fach verglaste Energiesparfenster, ein Luftdichtigkeitskonzept und die patentierte Holzspäne-Dämmung. In der Heiztechnik werden mit Wärmepumpen, Erdkollektoren, Tiefensonden oder Solaranlagen natürliche Energieressourcen genutzt.

Dieser bewusste Umgang mit natürlichen Rohstoffen gehört schon lange zum Selbstverständnis der Erkheimer Hausbauer. Bereits 1996 stellte es sich als erstes deutsches Hausbauunternehmen der unabhängigen Prüfung des EG-Öko-Audits und ist mittlerweile zum vierten Mal zertifiziert. In einer jedes Jahr neu erstellten Umwelterklärung sind sämtliche Umweltkennzahlen detailliert aufgeführt.

Das 1896 gegründete Unternehmen ist für seine zukunftsweisenden und ökologischen Baukonzepte mit zahlreichen Preise ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem von der heutigen Bundeskanzlerin Angela Merkel überreichten B.A.U.M.-Umweltpreis (1997) und mit der Bayerischen Umweltmedaille (2002).

In seinem Klimaschutz-Konzept macht Baufritz drei Vorschläge, wie in Zukunft der Klimaschutz bei Gebäuden forciert werden könnte:

Klimaschutzsiegel einführen

Ein Klimaschutzsiegel für Gebäude. Der Bau von Häusern mit mehr als 40 Tonnen CO2-Speicherfähigkeit wird entsprechend gefördert. Bei allen öffentlichen Bauvorhaben gelten grundsätzlich CO2-Vorgaben. Die Grundlage für ein Klimaschutzsiegel sind die im Rahmen der EMAS II-Zertifizierung bewerteten CO2-Emissionen.

Fördermittel zu Gunsten von Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen umschichten

Vorhandene Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) umschichten, um so den Einsatz von CO2-speichernden Bau- und Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen gezielt zu fördern. Für Klimaschutzhäuser gilt ein reduzierter Mehrwertsteuersatz.

Kommunale CO2-Impulse setzen (lokale Agenda)

Kommunen setzen individuelle Anreize, wie z. B. durch reduzierte Grundstückspreise oder eine befristete Absenkung der Grundsteuer. Damit erhöhen sie bei Bauherren die Akzeptanz zum Bau von Häusern mit Klimaschutzsiegel und Energiepass. Neben einem positiven Image erhält die Kommune dadurch auch das Qualitätsmerkmal einer „Klima schützenden Gemeinde“.

Ein weiteres Klimaschutzprojekt von Baufritz ist der Klimaschutzwald. In unmittelbarer Nachbarschaft zur HausSchneiderei werden auf einem Gelände von 80.000 m2 etwa 11.000 Bäume gepflanzt.

Martina Jöchle | BAUFRITZ, seit 1896
Weitere Informationen:
http://www.baufritz.com/?dom=w_ir-de

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