Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Sonne am Arbeitsplatz der Zukunft

04.04.2002


Ein natürliches Raumklima wirkt sich besonders im Arbeitsbereich positiv aus. Die Angestellten fühlen sich wohler, arbeiten effektiver und sind seltener krank. Durch geschicktes Raummanagement und die optimale Gestaltung von Außenfassaden können darüber hinaus die Energiekosten für die Beleuchtung um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Auf der Messe "Light + Building", die vom 14. bis 18. April in Frankfurt stattfindet, stellen Fraunhofer-Forscher vom Institut für Bauphysik IBP auf der Sonderschau "Tageslichttechnik" die neuesten Trends und Forschungsergebnisse vor (Halle 4.1, Stand C10).

Die Sekretärin kommt morgens ins Büro und schaltet als erstes den Computer ein. Wie von Geisterhand öffnet sich daraufhin die Jalousie. Das Büro wird taghell, obwohl draußen der Regen gegen die Scheiben prasselt und der Himmel wolkenverhangen ist. Das Raumklima ist angenehm und kein Lichtreflex stört das Lesen am Computerbildschirm. Raummanagement heißt das Zauberwort - ein System, mit dem sich individuell maßgeschneiderte Licht- und Raumklimaverhältnisse schaffen lassen. Zugleich spart der Arbeitgeber auch noch Energie - um bis zu 50 Prozent lassen sich die Betriebskosten im Vergleich zur manuellen Steuerung senken.

"Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, die Sonne als natürliche Lichtquelle stärker als bisher zu nutzen", weiß Hans Erhorn vom IBP. "Das Raumklima ist angenehmer, die Menschen im Büro fühlen sich wohler und dadurch erhöhen sich automatisch Kreativität und Motivation. Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass die Angestellten deutlich seltener krank sind, wenn die Lichtverhältnisse und das Raumklima am Arbeitsplatz stimmen. Zusätzlich lässt sich mit einer geschickten Nutzung des Tageslichts auch noch Energie einsparen." Für die Wissenschaftler also Gründe genug, sich mit der natürlichen Beleuchtung am Arbeitsplatz zu beschäftigen.

Forschungsarbeiten im Bereich der Tageslichttechnik werden momentan u.a. im Rahmen eines Verbundprojektes unter Beteiligung namhafter Institute durchgeführt. Die Arbeiten die teilweise in das internationale Forschungsverbundprojekt IEA-SHC Task 31 einfließen, beschäftigen sich mit Themengebieten wie Planungs- und Entwicklungstools, Beurteilungsstrategien, Hybridbeleuchtungs-, Lamellen- und autoadaptive Systeme sowie Feldstudien.

Oft reichen schon kleine Veränderungen, um das Tageslicht besser zu nutzen. So entwickelten die Forscher beispielweise einen Helligkeitssensor, der einfach auf eine bereits vorhandene Lampe aufgesteckt wird. Dunkelt der Raum ab, weil die Sonne hinter den Wolken verschwindet, schaltet sich die Lampe zu, kommt die Sonne wieder hervor, geht das Licht automatisch wieder aus.

Die Sonderschau "Tageslichttechnik" wird außerdem von einem erstklassigen Vortragsprogramm begleitet. Am Sonntag, 14. April, geht es um "Tageslicht als Bindeglied zwischen Light and Building im internationalen Verbund". Hier werden Ergebnisse aus dem Verbundprojekt präsentiert. Der Montag steht ganz im Zeichen des Arbeitsplatzes. "Tageslicht und Behaglichkeit am Arbeitsplatz der Zukunft" wird präsentiert durch die Industriepartner mit Unterstützung durch Forscher des Fraunhofer-Instituts und seinem Leiter Prof. Dr. Karl Gertis.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Hans Erhorn
Telefon 07 11/9 70-33 80, Fax 07 11/9 70-33 99, erh@ibp.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.iea-shc.org/task21_final/index.html
http://www.ibp.fraunhofer.de/wt/adeline

Weitere Berichte zu: Arbeitsplatz Raumklima Sonne

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Modernes, ökologisches Familienhaus für Naturverbundene
03.08.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Die Stadt wird zur Bühne und Häuser zu Leinwänden
03.08.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Wolkenmacher“: Wie Unternehmen Vertrauen aufbauen

18.08.2017 | Unternehmensmeldung

Beschichtung lässt Muscheln abrutschen

18.08.2017 | Materialwissenschaften

Fettleber produziert Eiweiße, die andere Organe schädigen können

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie