Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Komplettrenovierung eines denkmalgeschützten Bauhaus-Gebäudes in China

16.08.2007
Minimale Schichtdicke, maximale Energieeffizienz Polyurethan-Hartschaum setzt Maßstäbe in der Wärmedämmung

Kein Wolkenkratzer, sondern ein dreistöckiges Bürogebäude erregte im Jahr 1953 großes Aufsehen bei chinesischen Architekten. Auf dem Gelände der renommierten Tongji Universität in Shanghai entstand damals das Wen Yuan Lou als erstes Gebäude im Bauhaus-Stil auf dem Boden der Volksrepublik. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt es unter anderem den angesehenen China Excellent Architecture Prize. Als "Schönheitsfehler" offenbarte sich jedoch schon bald die mangelhafte Wärmeisolation des Wen Yuan Lou.

Da diese auch nicht den ambitionierten Zielen der chinesischen Regierung zur Reduktion des Energieverbrauchs und des Kohlendioxidausstoßes genügte, entschloss man sich schließlich zur Renovierung des ganzen Gebäudes. Das Projekt erwies sich als große Herausforderung, denn jede Maßnahme an der äußeren Fassade hätte den optischen Charakter des denkmalgeschützten Bauwerks zerstört. Als optimale Lösung erwies sich schließlich eine Innendämmung von Wänden, Decken und Fußböden mit Polyurethan-Hartschaum auf Basis von Rohstoffen von Bayer MaterialScience.

Dieser Werkstoff verfügt über die höchste Dämmleistung aller marktgängigen Materialien und erfüllt deshalb bereits in geringer Schichtdicke die Anforderungen an die Wärmedämmung.

Schon seit langer Zeit bestehen enge Verbindungen zwischen der Tongji Universität und deutschen Instituten; bereits vor 100 Jahren wurde dort von einem deutschen Wissenschaftler das Institut für den akademischen Austausch zwischen beiden Ländern gegründet. So war es kein Zufall, dass bereits zu Beginn der Planungen für die Renovierung im Jahr 2005 ein Kontakt des federführenden "College of Architecture and Urban Planning" (CAUP) zu Wärmedämm-Experten von Bayer MaterialScience zustande kam. Das CAUP gilt als führendes Institut für Architektur in China und ist ebenfalls an der Tongji Universität angesiedelt.

Bei der Umsetzung des gemeinsam erarbeiteten systematischen Energiesparkonzepts für das Gebäude wurden Dächer, Wände und Fußböden des Mitteltrakts, des westlichen und östlichen Eingangsbereichs sowie der Treppenhäuser auf einer Fläche von insgesamt 3.600 Quadratmeter mit Polyurethan-Hartschaum gedämmt. Aufgrund seiner hervorragenden Wärmedämmleistung genügte eine Schichtdicke der Hartschaumschicht von nur 20 bis 40 Millimeter.

Polyurethan-Hartschaum ist hoch energieeffizient von der Herstellung über die Anwendung bis hin zum Recycling. PUR-Dämmplatten bieten bei gleicher Dicke die doppelte Wärmedämmleistung von Kork oder Hanf. Außerdem sind seine guten Flammschutzeigenschaften und die hohe mechanische Festigkeit hervorzuheben. Der Werkstoff eignet sich für die Wärmedämmung von Neubauten ebenso wie für die nachträgliche Ausstattung bestehender Gebäude und widersteht auch den harten Bedingungen tropischer, feuchter oder kalter Klimate.

Das Projekt stellt einmal mehr die hohe Kompetenz von Bayer MaterialScience unter Beweis, mit Hilfe langjähriger Erfahrung und innovativer Materialien umweltverträgliche Lösungen zu finden. Davon profitieren nicht zuletzt Kunden im weltweiten Polyurethan-Systemgeschäft, das Bayer MaterialScience seit dem 1. März 2007 unter der Dachmarke BaySystems® führt. Dies betrifft sowohl die bisherigen Produktmarken in diesem Segment als auch das globale Netzwerk an Polyurethan-Systemhäusern, das zurzeit weiter ausgebaut wird.

In der Region Asien-Pazifik und vor allem in China wächst die Nachfrage nach effizienten Produkten für die Wärmedämmung stark. Dazu tragen auch die Auflagen der chinesischen Regierung zur Senkung des Energieverbrauchs und des Ausstoßes von Kohlendioxid bei. Bayer MaterialScience errichtet zurzeit eine neue World-Scale-Produktionsanlage für Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI), einen wichtigen Rohstoff für Polyurethan-Hartschaum, an seinem Integrierten Standort Shanghai. Sie soll über eine Jahreskapazität von 350.000 Tonnen verfügen und im kommenden Jahr fertig gestellt werden. Damit will das Unternehmen vor allem Kunden in der Region Asien-Pazifik beliefern.

Weitere Informationen über BaySystems sind unter www.bayer-baysystems.com zu erhalten.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 10,2 Milliarden Euro im Jahr 2006 (fortzuführendes
Geschäft) gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von High-Tech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2006 etwa 14.900 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

| BayNews
Weitere Informationen:
http://www.bayer-baysystems.com
http://www.bayermaterialscience.de
http://www.k2007.bayermaterialscience.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Neueinschätzung der Erdbebengefährdung Deutschlands
13.06.2018 | Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

nachricht Im Herzen der Stadt
06.06.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

Meteoriteneinschläge und Spektralfarben: HITS bei Explore Science 2018

11.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

EMAG auf der AMB: Hochproduktive Lösungen für die vernetzte Automotive-Produktion

15.06.2018 | Messenachrichten

AchemAsia 2019 in Shanghai

15.06.2018 | Messenachrichten

Dem Fettfinger zu Leibe rücken: Neuer Nanolack soll Antifingerprint-Oberflächen schaffen

15.06.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics