Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die "virtuelle Bemusterung" im Massivhausbau wird Realität - Projektstart bei BauUnion 1905

09.07.2007
Anfang Juli fand beim Massivhaushersteller BauUnion 1905 GmbH der Projektstart für die "virtuelle Bemusterung" statt. Ziel des Projekts ist es, dem Bauherrn durch Virtual Reality die größtmöglichste Sicherheit bei der Entscheidung für sein zukünftiges Traumhaus zu geben.

Projektpartner dieses innovativen Zukunftsprojekts sind die Softwareparadies GmbH & Co. Systemlösungen KG, das Fraunhofer IAO, das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart und die imsys - immersive systems GmbH & Co. KG.

In den Massivhausparks der BauUnion 1905 erwarten den Bauherrn insgesamt 16 Musterhäuser. Jedes davon ist wohnfertig eingerichtet. Zum Anfassen, Hindurchspazieren und Erleben. Man holt sich Anregungen für die eigene, individuelle Hausplanung. Die unermessliche Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten aus Formen, Materialien und Architektur ist für die Vorstellungskraft der Bauherren eine große Herausforderung.

Dem wird nun Abhilfe geschaffen. Die BauUnion 1905 ermöglicht dem Bauherrn mit Abschluss dieses Zukunftsprojekts in ca. 1 Jahr erstmalig die "virtuelle Bemusterung" der individuellen Hausplanung. In einem neuen Bemusterungsgebäude im Massivhauspark Netzen kann der Bauherr dank der Virtual Reality (VR) Technik sein eigenes Haus bereits in der Planungsphase räumlich und maßstabsgetreu erleben, sich frei darin bewegen und es konfigurieren.

Bequem sitzt das Ehepaar auf einem Sofa, ein erfrischendes Getränk neben sich, den Blick auf die VR-Projektion gerichtet. Dort erleben sie ihr Haus fast genau so, als wären sie schon eingezogen - mit einem entscheidenden Vorteil: Sie können noch Änderungen vornehmen. Wie wirkt die hochglanzlackierte rote Küchenfront mit den anthrazitfarbenen Steinzeugfliesen am Boden? Und passt da auch wirklich der schwarze Granit der Arbeitsplatte dazu? Nicht zu vernachlässigen ist natürlich auch der Übergang zum geölten Eichenparkett im Essbereich. Apropos Eichenparkett: Verlege ich das dann eigentlich längs oder doch lieber quer zur Raumausrichtung? Derlei Fragen lassen sich nun durch einen Klick auf eine beliebige Fläche und der Auswahl des gewünschten Materials aus dem Bemusterungskatalog einfach und direkt überprüfen und beantworten.

Die integrative Verbindung der virtuellen Darstellung mit der Planungs- und Kalkulationssoftware Vi2000 BAU-KOMPLETT der Softwareparadies GmbH & Co. aus Dresden ermöglicht die schnelle und einfache Planung und Planungsänderung der Häuser sowie die zeitnahe und exakte Kalkulation aller Details. Das Angebot für die Bauherren wird dabei ebenso wie das grafische Bemusterungsprotokoll automatisch erzeugt. Räumliche Interaktion und reales Raumempfinden garantiert die Software VRfx des Fraunhofer IAO. Methoden und Technik für die Digitalisierung und Darstellung der Materialien steuert das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart bei. Die 3D-Projektionstechnik für die virtuelle Bemusterung stellt mit Firma imsys, der VR Visualisierungsspezialist in Deutschland, zur Verfügung.

In etwa einem Jahr werden die ersten Bauherren ihr Haus im Massivhauspark Netzen virtuell bemustern können, um später genau das Haus zu beziehen, dessen Aussehen und Ausstattung sie im Vorfeld in der virtuellen Realität bereits live überzeugen konnte.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Günter Wenzel, Matthias Bues
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 (0) 7 11/9 70-22 44, -22 32
Telefax +49 (0) 7 11/9 70-22 99
E-Mail: guenter.wenzel@iao.fraunhofer.de, matthias.bues@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.ve.iao.fhg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Schaltbare Flüssigkeiten verbessern Energieeffizienz von Gebäuden
16.01.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Mit mikroskopischen Luftblasen dämmen
15.01.2018 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie