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High Tech in Architektur und Kunst

08.06.2007
Das mühevolle Kleben von Maßstabsmodellen könnte für Architekten bald der Vergangenheit angehören.

Seit Ende der 1980er Jahre tüfteln Wissenschaftler an einem Verfahren, das im Computer erstellte Modelldaten - so genannte CAD-Daten - direkt in ein dreidimensionales Objekt umsetzt: Rapid Prototyping. Schicht für Schicht wird das virtuelle Objekt an das System weitergeleitet und von ihm physisch aufgebaut, wobei der aufgetragene Werkstoff geklebt, verschmolzen oder per Laser versintert wird.

Die Bandbreite an einsetzbaren Materialien reicht von thermoplastischen Werkstoffen über Metalle bis hin zu Keramiken. Der schichtweise Aufbau des Produktes ermöglicht hochkomplexe Geometrien mit Hinterschneidungen und filigranen Strukturen. So können bewegliche Getriebe in einem Stück gefertigt, oder auch Einrichtungsgegenstände hinter den Fenstern eines Modellgebäudes gleich mit eingesetzt werden.

Das Rapid Prototyping wurde lange Zeit lediglich für die Herstellung von Anschauungsmustern eingesetzt. Heute werden mit diesem Verfahren unter anderem anspruchsvolle Werkzeuge hergestellt. Mit Hilfe moderner Scannertechnik ist es inzwischen sogar möglich, dreidimensionale Objekte berührungslos zu erfassen und als virtuelles Computermodell abzubilden. Diese CAD-Daten wiederum können zu einer Nachbildung per Rapid Prototyping verwendet werden.

In Zusammenarbeit mit der Designerin und Ausstellungsleiterin Heidemarie Kunert erstellte das Fraunhofer IPK mittels Rapid Protyping das Negativmodell einer Plastik. Durch Abguss in dieses Kunststoffmodell kann die Plastik detailgetreu vervielfältigt werden. Zu sehen ist ein solches Ergebnis zur Langen Nacht der Wissenschaften 2007 am 9. Juni und darüber hinaus in der Ausstellung »Tasten« des Ausstellungszyklus »Die Sinne« im Forum des Technologie- und Innovationsparks Berlin (TIB).

Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK betreibt angewandte Forschung und Entwicklung auf den Gebieten zukunfts-orientierter Technologien für den Produktionsprozess in Fabriken. Zu den wesentlichen Aufgaben des Fraunhofer IPK gehört es, für industrielle und öffentliche Auftraggeber Basisinnovationen in funktionsfähige Anwendungen zu überführen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Claudia Engel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK
Tel.: +49 (0)30 / 3 90 06-1 40
E-Mail: claudia.engel@ipk.fraunhofer.de

Claudia Engel | Fraunhofer IPK
Weitere Informationen:
http://www.ipk.fraunhofer.de

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