Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Öko-Wolkenkratzer der Welt ensteht in Dubai

16.04.2007
Der in Florenz beheimatete Architekt David Fisher hat in Dubai das weltweit erste Projekt für den Bau eines energietechnisch unabhängigen Hochhauses mit schwenkbaren Stockwerken vorgestellt. Der mit Windturbinen und Photovoltaikzellen ausgestattete 313 Meter hohe Wolkenkratzer wird 20 Prozent mehr Strom erzeugen als er verbraucht. Die Rotationsgeschwindigkeit jeder einzelnen der insgesamt 68 Etagen kann je nach Bedarf eigenständig programmiert und gesteuert werden.

"Es handelt sich um das erste ganz aus vorgefertigten Industrieprodukten errichtete Bauwerk dieser Art und Größe. Jedes Stockwerk ist vollständig um die eigene Achse drehbar", erklärt Fisher, geistiger Vater des 350 Mio. teuren Vorhabens. Dem Projekt vorangegangen sind zwei Jahre intensiver Erforschung der technologischen und ökologischen Anforderungen. "Ein schwierige Ausgangsposition gab es vor allem bei den Windrädern, die zwischen den einzelnen Stockwerken horizontal und möglichst unauffällig angebracht werden müssen. Ein von mir patentiertes Verfahren verhindert zudem den sonst bei sehr starkem Wind auftretenden Produktionsausfall", so Fisher.

Mit einem Stückpreis von 800.000 Dollar ist die innovative Turbine nur halb so teuer wie in herkömmlicher Bauweise produziert. Eine Windgeschwindigkeit von zwölf Stundenkilometern reicht bereits aus, um ihr Funktionieren sicherzustellen. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Windparks entfallen Zusatzkosten wie etwa für Fundamente und Zufahrtswege. "Zwei Turbinen genügen, um das gesamte Hochaus mit Strom zu versorgen. Die aus den übrigen Rotoren stammende Energie kann teilweise auch für andere Zwecke wie beispielsweise zur Straßen- oder Ampelbeleuchtung verwendet werden", bestätigt Fisher. Windkraft kommt erst ab dem zehnten Stockwerk zum Einsatz. Auf den unteren Etagen wird die zur Rotation der Stockwerke erforderliche Energie von Photovoltaikzellen bereitgestellt.

Projektierung und Bauüberwachung des "Rotating Tower" liegen in den Händen des Mailänder Architektenbüros Dynamic Architectural Clubs, den Fisher mit zwei italienischen Kollegen gegründet hat. In das Projekt sind renommierte Zulieferer wie Marazzi (Baukeramik), Permasteelisa (Fassaden), Zazzeri (Sanitärtechnik) und Lualdi (Türen) involviert. Die 100 bis 800 Quadratmeter großen Wohnungen werden zu einem Quadratmeterpreis von 5.000 Dollar angeboten. Anklang gefunden hat das Konzept auch bei der Bürgermeisterin der lombardischen Metropole Letizia Moratti, die das Ökohochhaus als Anregung für die künftige Mailänder Städtebauplanung nutzen will.

Harald Jung | pressetext.austria

Weitere Berichte zu: Dubai Energie Wolkenkratzer Öko-Wolkenkratzer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Bauübergabe der ALMA-Residencia
26.04.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

nachricht Mehr Sicherheit und Effizienz im Tunnelbau - DFKI-Software steuert Wartungsroboter für Bohrwerkzeug
19.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die Kieler Förde – ein Trainingsbecken für Miesmuscheln

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskop im Kugelschreiberformat: Auf dem Weg zur endoskopischen Krebsdiagnose

28.04.2017 | Medizintechnik

Leipziger Forscher kreieren borhaltiges künstliches Vitamin

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie