Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit ökologischem Musterkonzept im Bayerischen Wald Bresche für neue Formen des Bauens schlagen

28.02.2002


Naturpark-Informationshaus in Zweisel heute eröffnet - Deutsche Bundesstiftung Umwelt förderte mit 780.000 Euro


Nach knapp zweijähriger Bauzeit eröffnet wurde heute in Zwiesel in Anwesenheit von Bayerns Umweltminister Dr. Werner Schnappauf und dem Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, Fritz Brickwedde, das Naturpark-Informationshaus im Naturpark Bayerischer Wald in Zwiesel. Auf einer Nutzfläche von knapp 760 Quadratmetern entstand ein Nullenergiehaus in Holzbauweise, das einem richtungsweisenden, bauökologischen Konzept folgt und im waldreichsten Landkreis Deutschlands eine Bresche für den breiten Einsatz von Holz, hochwirksame Energiekonzepte und gesunde Baustoffe nicht nur im Wohnungsbau, sondern auch in öffentlich und gewerblich genutzten Gebäuden schlagen will. Maßgeblich gefördert wurde das Haus mit knapp 780.000 Euro von der DBU.

Das Energiekonzept setze auf eine sehr gute Wärmedämmung bei konsequent ökologischer Bauweise, betont DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers in einer Pressemitteilung der Stiftung. Das Holzhaus habe auf der Südfassade eine 110 Quadratmeter große Solar-Kollektorfläche, die einen 21.000 Liter Wasser fassenden Großpufferspeicher im Zentrum des Gebäudes speise. Damit lasse sich der Heizenergiebedarf ganzjährig decken. Eine Solarstromanlage auf dem Dach des Hauses erzeuge mit 44 Solarmodulen einen Großteil des notwendigen Stroms.

Beim Baustoffeinsatz sei streng auf ökologische Kriterien geachtet worden. Es seien neben der Recyclingfähigkeit von Baumaterialien auch die Transportentfernungen berücksichtigt und nach Möglichkeit nur Baustoffe aus der Region eingesetzt worden. Zwar würden Holzbautechnologien insbesondere für Einfamilienhäuser in jüngster Zeit wieder verstärkt nachgefragt. Bei größeren Bauten bestünden jedoch nach wie vor Skepsis und Zurückhaltung. Elpers: "Die Umweltvorteile des Werkstoffs Holz liegen auf der Hand. Deshalb fördert die DBU in verschiedenen Projekten konsequent unterschiedliche Ansätze für seinen verstärkten Einsatz."

Neben einer Besucher-Infotheke und einem Vortrags- und Medienraum findet man in dem Gebäude eine Dauerausstellung über den Naturpark Bayerischer Wald, eine Infostelle über den benachbarten Nationalpark Bayerischer Wald sowie Informationen zur Haustechnik. Im Obergeschoss ist die Geschäftsstelle des Naturpark Bayerischer Wald untergebracht. Die Naturkundeausstellungen seien speziell auf Kinder und Familien mit Kindern ausgerichtet. Mit einer Ausstellung ohne Sprache wolle man gleichsam alle Altersgruppen, aber auch Angehörige fremder Nationen ansprechen können. So sei sicher gestellt, dass die positiven bauökologischen Aspekte dieses Projektes auch entsprechend verbreitet würden.

<mz> | umwelt-presse

Weitere Berichte zu: DBU Holz Wald

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Ökologischer Anbau: Tradition und Moderne perfekt vereint
28.03.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Die Media-Koje – die wohl größte Couch der Welt im Designhaus „Haussicht“
19.03.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics