Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Erhalt von nabatäischen Mörtelsorten

25.01.2007
Die Zusammensetzung von nabatäischen Mörtelsorten sowie ihr Zustand wurden untersucht, um geeignete Materialien für die Restaurierung dieser historischen Stätten zu finden.

Wissen über die antiken Bautechniken ist wichtig, um die Konservierung historischer Stätten zu verwalten. Der Mörtel als historisches Baumaterial ist dabei besonders interessant. Dies liegt daran, dass er ein sehr breites Anwendungsfeld besitzt, verwitterungsempfindlich ist und sehr häufig vorkommt. Die Gewinnung von Detailwissen über die altertümlichen Arbeitsprozesse ermöglicht eine angemessene Restaurierung wie auch neues historisches Wissen über die Fähigkeiten der Bauleute.

Im Rahmen des NAMO-Projekts werden vor allem Mörtelsorten aus der nabatäischen Periode in Jordanien und Syrien untersucht. Die Nabatäer waren für ihre in den Fels gehauenen Fassaden in Petra berühmt, doch der von ihnen für freistehende Gebäude verwendete Mörtel wurde bisher wenig untersucht. Die Baudenkmäler von Qasr al Bint in Petra, Jordanien, und der Großen Kathedrale in Bosra, Syrien, wurden als Bezugsorte für die Untersuchung der nabatäischen Mörteltechnik ausgewählt.

Die fortschrittliche nabatäische Bautechnik ist durch den Einsatz verschiedener Bindemittel und unterschiedlicher Zuschlagstoffe sowie Zusätze, je nach Verwendungszweck des Mörtels, gekennzeichnet. Man benutzte zum Beispiel Gips und/oder Kalkstein in Qasr al Bint, aber Kalkstein, Basalt, Bimsstein und Fasern für die Große Kathedrale in Bosra. Die größte Gefahr für diese antiken Stoffe stellen lösliche Salze dar, die infolge von aufsteigender Feuchte oder Windablagerungen in die Mauern gelangen.

Mittels Kartierung und von Tests kann man räumliche Informationen über die verschiedenen Materialien wie auch über die Schäden an den Gebäuden erhalten. Diese Informationen können neben der Verwendung durch interessierte Einrichtungen und/oder Restauratoren, die ein Konservierungskonzept erarbeiten, auch besonders interessant werden, um verschiedene Bauperioden zu identifizieren. Weiterhin können die Signifikanz und das Potenzial der historischen Arbeitstechniken auch die Verwaltung des kulturellen Erbes und kunsthandwerkliche Unternehmen in den Partnerländern am Mittelmeer unterstützen.

Raad Hamid | ctm
Weitere Informationen:
http://www.arc-test-labs.at

Weitere Berichte zu: Bautechnik Mörtel nabatäische Mörtelsorten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht EU-Forschungsprojekt INNOVIP: Neue Technologien für langlebige und kostengünstige Vakuumdämmplatten
22.02.2017 | Bayerische Forschungsallianz GmbH

nachricht Modernes Architektenhaus mit landestypischen Design-Elementen
15.02.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie