Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Familien- und umweltfreundliche Neubausiedlung

21.12.2006
Solar unterstützte Nahwärme in einem Modellprojekt in Speyer

Im Jahr 2001 hat das Land Rheinland-Pfalz das Neubaugebiet "Alter Schlachthof" in Speyer als Modellvorhaben für kinder- und familienfreundliches Bauen ausgewählt. Das neue Wohnquartier mit 9.300 m² Gesamtwohnfläche in Niedrigenergie-Bauweise liegt nur 15 Fußminuten vom historischen Stadtkern entfernt. Das waren gute Voraussetzungen, um den Bewohnern durch ein Konzept der Autofreiheit die Wege und Plätze als Kommunikations- und Aufenthaltsflächen zu erhalten.

Zu einem anspruchsvollen Planungsvorhaben gehört auch eine entsprechende Wärmeversorgung. Ein Nahwärmenetz auf Basis von Sonne und Erdgas versorgt die Gebäude mit Heizungswärme und Warmwasser. Das neue BINE-Projekt-Info "Solare Nahwärme Neubausiedlung Speyer" (11/06) stellt das Konzept und die ersten Ergebnisse vor.

Ziel des Nahwärme-Konzepts war: Die neue Siedlung sollte die Vorgaben der EnEV um mindestens 15% unterschreiten. Ein ca. 600 kW-Gas-Brennwertkessel arbeitet im Verbund mit einer derzeit 350 qm großen, dachintegrierten Solaranlage. Ende 2007 wird die Solaranlage mit ca. 550 m² die geplante Größe erreicht haben. Dann soll die Solarenergie 22% zur Wärmeversorgung der Siedlung beitragen. Ein derartiges Verhältnis zwischen solarem und fossilem Anteil wurde bewusst gewählt, um einen möglichst hohen Solaranteil bei möglichst geringen solaren Nutzwärmekosten zu erreichen. Technisch wäre ein deutlich höherer Beitrag der solaren Wärme möglich.

Das solarunterstützte Nahwärmesystem in Speyer wurde im April 2005 in Betrieb genommen; mittlerweile liegen die ersten Daten vor. Diese lassen auf einen Projekterfolg hoffen. Beispielsweise ist die erreichte Rücklauftemperatur ausreichend niedrig für eine effiziente Nutzung der Solaranlage. Eine abschließende Bewertung wird erst nach einer Auswertung kompletter Heizperioden möglich sein. Das neue BINE-Projekt-Info "Solare Nahwärme Neubausiedlung Speyer" ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich - telefonisch unter 0228 - 923790 oder im Internet unter http://www.bine.info

Pressekontakt
BINE Informationsdienst
Uwe Milles
Tel. 0228/9 23 79-26
Fax 0228/9 23 79-29
E-Mail presse@bine.info
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
BINE ist ein Informationsdienst von FIZ Karlsruhe und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. FIZ Karlsruhe ist Dienstleister und Servicepartner für das Informationsmanagement und den Wissenstransfer in Wissenschaft und Wirtschaft. Schwerpunkte sind die weltweit einzigartige Datenbankkollektion von STN International und die Entwicklung von e-Science-Lösungen.

Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.bine.info
http://www.fiz-karlsruhe.de

Weitere Berichte zu: BINE-Projekt-Info FIZ Nahwärme Neubausiedlung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Roboterzelle bereichert Forschung zur Holzbearbeitung
17.11.2017 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

nachricht Innovatives Sonnenhauskonzept des ISFH erreicht 20% Mehrertrag bei 35% geringeren Kosten
24.10.2017 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte