Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

LebensRäume - Wohn- und Lebensbedingungen aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner

14.11.2006
Der Bericht des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) informiert über sozialräumliche Veränderungen in den verschiedenen Wohn- und Stadtgebietstypen in Ost- und Westdeutschland, wie sie sich im Lichte der Einschätzungen und Erwartungen der befragten Haushalte u.a. zur Wohn-, wirtschaftlichen/beruflichen und sozialen/städtebaulichen Situation darstellen.

Sozialstatistische Informationen über die befragten Haushalte und ergänzende räumlich-statistische Informationen vertiefen dabei die Analysemöglichkeiten.

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung führt seit 1985 in den alten und
seit 1990 in den neuen Bundesländern jährlich eine Trendbefragung durch. Standardfragen zu den fünf Themenbereichen Wohnung, Wohngebiet, Nachbarschaft und Integration, räumliche Mobilität sowie wirtschaftliche Lage und Berufstätigkeit liefern Zeitreihen, die den sozialräumlichen Wandel in Ost- und Westdeutschland deutlich abbilden.

Als grundlegendes Ergebnis weisen die Zeitreihen der BBR-Umfrage in allen Bereichen auf deutliche Angleichungen der Lebensverhältnisse in West- und Ostdeutschland hin.

Zugleich zeigen sich im Einzelnen deutliche Unterschiede. Z. B. finden die massiven städtebaulichen Interventionen in den ostdeutschen Ländern in den Antworten der Befragten ihren Widerhall. Während 2003 in Westdeutschland 18 % über Umgestaltungsmaßnahmen in ihrem Wohngebiet während der letzten Jahre berichten, waren es in Ostdeutschland 53 %. Aus verschiedenen Perspektiven zeigt sich, dass die mit diesen Maßnahmen erzielten baulich-rämlichen Veränderungen als Verbesserungen wahrgenommen und mit steigender Zufriedenheit honoriert werden.

Die räumliche Mobilität der Bürgerinnen und Bürger ist laut BBR-Umfrage als hoch einzuschätzen. Allein von 1999 bis 2003 sind bundesweit etwa ein Drittel der Befragten umgezogen. Von den Bewohnern ostdeutscher Kernstädte haben seit 1989 gar drei Viertel die Wohnung gewechselt. Über die Jahre sind berufliche gegenüber privaten Gründen als Hauptmotiv für das Wanderungsgeschehen in den Vordergrund getreten. Ostdeutsche Haushalte werden dabei wesentlich stärker als westdeutsche durch wirtschaftliche Bedingungen zu einem Ortswechsel gezwungen. Die mangelnden Perspektiven in schrumpfenden Gemeinden hängen dementsprechend trotz verbesserter städtebaulicher Gegebenheiten mit einer geringeren Wohnortzufriedenheit zusammen.

Dass ostdeutsche Haushalte gleichwohl nicht leichthin fortziehen, zeigt sich in den hohen Werten für lokale Bindungen und in der Bereitschaft, für die Wege zur Arbeit auch weite Strecken und einen hohen Zeitaufwand in Kauf zu nehmen.
LebensRäume, Berichte Bd. 24, 227 S., Oktober 2006
ISBN 3-87994-074-6, 22,50 €
Hrsg.: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Bezug über: selbstverlag@bbr.bund.de oder den Buchhandel
Ansprechpartnerin:
Dr. Gabriele Sturm, BBR, Referat I 6
Raum- und Stadtbeobachtung
Telefon: 0228 / 99 401 13 60
gabriele.sturm@bbr.bund.de
Redaktion:
Christian Erlewein, BBR, Referat I 7
Wissenschaftliche Dienste
christian.erlewein@bbr.bund.de

Christian Erlewein | idw
Weitere Informationen:
http://www.bbr.bund.de
http://www.bbr.bund.de/DE/Veroeffentlichungen/Berichte/Bd24Lebensraeume.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Roboterzelle bereichert Forschung zur Holzbearbeitung
17.11.2017 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

nachricht Innovatives Sonnenhauskonzept des ISFH erreicht 20% Mehrertrag bei 35% geringeren Kosten
24.10.2017 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte