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Neue Ergebnisse über die bakterielle Zersetzung bei Holz

24.07.2006
Neue Ergebnisse über die bakterielle Zersetzung können beim verbesserten Schutz von hölzernen Gebäuden helfen, die von architektonischem oder kulturellem Wert sind.

Neue Erkenntnisse belegen, dass die bakterielle Zersetzung für architektonisch oder kulturell wertvolle Holzgebäude, die im Wasser oder im Boden stehen, eine große Gefahr darstellt.

Nach den Untersuchungen ist nun bekannt, dass Holz seine Festigkeit über Jahrhunderte hinweg erhalten kann, wenn es gut konserviert wird. Bei Vorhandensein von Pilzaktivitäten verläuft die bakterielle Zersetzung von Holz jedoch noch aggressiver, was offenbar in Deutschland, Großbritannien und Italien unterschätzt wird.

Bei den Forschungen stellte sich heraus, dass Fundamentpfähle, die seit etwa 100 Jahren genutzt werden und sich unterhalb des Grundwasserspiegels befinden, Anzeichen von bakterieller Zersetzung aufweisen. Dieser Zerfall beginnt in der äußersten Schicht, wo er auch am häufigsten festgestellt wird, und arbeitet sich dann bis zur Mitte durch.

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Die Untersuchung machte deutlich, dass bestimmte Bauholzarten für die Pfähle zersetzungsresistenter als andere waren. Fichtenholz erwies sich gegenüber der bakteriellen Zersetzung robuster als Kiefernsplintholz oder Erle. Auch Kiefernkernholz war recht widerstandsfähig.

Unabhängig von der Robustheit einiger Holzsorten spielte auch der Ort eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der bakteriellen Zersetzung. So wurde klar, warum Fichtenholz trotz seiner Robustheit an einigen Orten stark zersetzt worden war.

Die Ergebnisse deuten an, dass Bodentyp und Verschmutzung wichtige Faktoren bei der bakteriellen Zersetzung sind. Es wurde deutlich, dass zwischen dem Gehalt an Stickstoff bzw. Phosphor im Holz und dem Zersetzungsgrad ein Zusammenhang besteht.

Holzpfähle in durchlässigen Böden wie Sand wissen schwerere Schäden durch bakteriellen Befall als Holzpfähle in undurchlässigen Böden wie Lehm und Torf auf.

Dennoch traf dies nicht gleichermaßen auf archäologische Holzkonstruktionen zu. In Sandböden verlief die Zersetzung archäologischer Holzkonstruktionen langsamer als in Torf. Bei der Untersuchung konnte auch kein Zusammenhang zwischen der bakteriellen Zersetzung und dem Alter festgestellt werden.

Die strukturelle Unversehrtheit ist für die Archäologen wichtig, da sie so die ursprüngliche Form und Größe der Probe ermitteln können.

Die Studie wurde mit der Schlussfolgerung abgeschlossen, dass die bakterielle Zersetzung von Holz in Europa und besonders auf dem Gebiet der Archäologie unterschätzt wird.

Rene Klaassen | ctm
Weitere Informationen:
http://www.shr.nl

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