Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Betonkern-Temperierung mit Erdsonden-Anlage bewährt sich in Bürogebäude

26.06.2006
Erste Messphase ergibt niedrige Verbrauchswerte
Bürogebäude verbrauchen nicht nur für Heizung und Warmwasser Energie, sondern Lüftung, Kühlung und Beleuchtung schlagen erheblich zu Buche. Daher ist die zentrale Größe zur Beurteilung Energie sparender Gebäude die Gesamtenergieeffizienz, die den kompletten zum Gebäudebetrieb notwendigen Energiebedarf einrechnet. Zukünftig werden sich Nicht-Wohngebäude durch die EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz diesem erweiterten Blickwinkel stellen müssen. Die Demonstrationsgebäude des Förderkonzepts Energieoptimiertes Bauen (ENOB) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie orientieren sich seit Jahren an diesem Ansatz. Das neue BINE-Projekt-Info "Bürogebäude mit regenerativer Kühlung" (5/06) stellt eines dieser Gebäude, ein großes Bürogebäude nach Passivhaus-Konzept in Ulm, vor. Neben Architektur und Gebäudetechnik sind die Ergebnisse der bisherigen Messphase ein Schwerpunkt.

Dank der kompakten Bauform konnten die Fenster unabhängig von der Ausrichtung des Gebäudes dimensioniert und in ihrer Größe optimiert werden. Dies ermöglicht eine bestmögliche Tageslichtversorgung bei vergleichsweise geringen Wärmelasten durch Sonneneinstrahlung. Wichtige Komponenten der Gebäudetechnik sind eine Erdsondenanlage mit 40 Sonden in Verbindung Kunststoffrohrregister in 5.000 m² Deckenfläche zur Betonkern-Temperierung. Ergänzend kommen ein ausgeklügeltes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung sowie eine PV-Anlage hinzu. An die Fertigstellung des Gebäudes im Jahr 2002 schloss sich eine Messphase an, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

Die Energieverbrauchswerte für das Gebäude sind im Vergleich zu neu gebauten Standard-Bürogebäuden sehr niedrig. Allerdings wurden die angestrebten Werte gemäß Passivhaus-Konzept noch nicht erreicht. Da das Gebäude in dieser Zeit erst in Teilen vermietet war, fehlten teilweise die notwendigen inneren Wärmegewinne. Der Bürokomplex wurde in einer Zeit bezugsfertig, in der auf dem Markt ein Überangebot an Gewerbe-Immobilien vorlag. 2006 sind ca. 80% der Büroflächen vermietet. Vertraglich ist allen Mietern eine Obergrenze der Nebenkosten für Heizen, Kühlen und Lüften von 0,75 EUR/m² pro Monat garantiert.

Das neue BINE-Projekt-Info "Bürokomfort mit regenerativer Kühlung" ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst des FIZ-Karlsruhe erhältlich - telefonisch unter 0228 - 923790 oder im Internet unter http://www.bine.info

BINE Informationsdienst
Dorothee Gintars
Tel. 0228/9 23 79-25
Fax 0228/9 23 79-29
E-Mail presse@bine.info
Mechenstraße 57
53129 Bonn

BINE ist ein Informationsdienst der gemeinnützigen FIZ Karlsruhe GmbH und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. FIZ Karlsruhe ist die Serviceeinrichtung für wissenschaftlich-technische Informationen in den Fachgebieten Naturwissenschaften, Technik und Patente.

Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.bine.info
http://www.fiz-karlsruhe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Roboterzelle bereichert Forschung zur Holzbearbeitung
17.11.2017 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

nachricht Innovatives Sonnenhauskonzept des ISFH erreicht 20% Mehrertrag bei 35% geringeren Kosten
24.10.2017 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte