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Faszinierende Entwürfe für eine Parfümerie der Zukunft

17.05.2006
Studierende der FH Düsseldorf entwickelten innovative Konzepte für Douglas

Gemeinsame Projekte und eine gute Zusammenarbeit verbinden sie schon lange: Die Peter Behrens School of Architecture (PBSA)/ Fachbereich Architektur der Fachhochschule Düsseldorf und Douglas, Europas Parfümerie-Marktführer. Das aktuelle Gemeinschaftsprojekt jedoch stellte eine ganz besondere Herausforderung für beide Seiten dar: Studierende der Fachbereiche Architektur und Design haben unter Leitung von Prof. Dierk van den Hövel, Dekan der PBSA, innerhalb eine Semesterarbeit ein Gestaltungskonzept für eine konkret geplante, aber noch nicht existierende Douglas-Parfümerie entworfen.

Zentrale Zielsetzung des Projektes "Lust auf Duft - Douglas, die Parfümerie der Zukunft" war es, eine einzigartige und sinnliche Atmosphäre zu schaffen. Raumzuschnitt und Ausstattung, Möblierung, Licht, Materialität und Farbigkeit der Entwürfe sollen den Kunden dazu einladen, in die Erlebniswelt "Douglas der Zukunft" einzutauchen. Dabei handelt es sich um keine "Auftragsarbeit". Die studentischen Teilnehmer konnten ihrer Kreativität weitestgehend freien Lauf lassen und völlig eigenständig Ideen entwickeln und darstellen.

Architektonische Herausforderungen im "Jahr der Innovation"

Jedes Jahr steht bei dem Parfümeriegiganten Douglas unter einem anderen Arbeitstitel. "2006 ist das Jahr der Innovation bei Douglas", so Vorstandsvorsitzender Dr. Henning Kreke, "und daher waren wir begeistert von dem Projekt, das Innovation pur bedeutet und uns die Möglichkeit gibt, im Dialog mit jungen Nachwuchsarchitekten und Designern aus ihren innovativen Ideen konkrete Ladenkonzepte zu entwickeln."

Für die Studierenden selbst ging es dabei um mehr als den begehrten Seminarschein, denn die siegreiche Arbeit hat gute Chancen, zumindest in Teilen bei der Gestaltung einer neuen Douglas-Parfümerie im September diesen Jahres in Hannover in die Umsetzung einbezogen zu werden. Für das siegreiche Studierendenteam also die Möglichkeit, eine erste Referenz eines hochklassigen Kunden noch vor dem eigentlichen Berufsstart verbuchen zu können. Dementsprechend engagiert war das gesamte Teilnehmerfeld, das die unterschiedlichsten Raumkonzepte, Materialien und Farben zum Einsatz brachte.

Nach einsemestriger Bearbeitungszeit reichten die Teilnehmer des Wettbewerbs im April 19 Entwürfe bei der Jury ein, die aus Prof. Dierk van den Hövel und Vertretern der Geschäftsleitung von Douglas bestand. Bei der Beurteilung der Entwürfe und Benennung der Sieger herrschte die sprichwörtliche Qual der Wahl. Prof. Dierk van den Hövel: "Alle Arbeiten bewegen sich auf hohem Niveau. Diese beispielhaften herausragenden Leistungen spiegeln nicht zuletzt den hohen Anspruch sowie die Qualität von Lehre und Forschung an der PBSA und somit an der Fachhochschule Düsseldorf wider".

Auch die Projektverantwortlichen von Douglas sind begeistert: "Die Kreativität und die Qualität der Entwürfe hat uns begeistert. Wir haben wirklich innovative, faszinierende und zukunftsweisende Konzepte gesehen, von denen wir sicherlich eine ganze Reihe Elemente in zukünftige Parfümerien integrieren und von deren Impulsen wir noch lange werden zehren können.", so Ralf Pohl, General Manager Vertrieb, Douglas.

Daher war auch die Benennung eines eindeutigen Siegers außerordentlich schwierig, so dass insgesamt neun siegreiche Arbeiten jeweils drei erste, zweite und dritte Plätze belegen.

Die Entwürfe der ersten Preisträger haben mit sehr speziellen und teilweise abstrakten Beiträgen verdeutlicht, wie vielschichtig die Außenwirkung einer Parfümerie für den Kunden sein kann: Etwa das ganzheitliche Konzept von Ariane Marx und Anne Kuhlmann, das eine Verschmelzung der Räume zulässt oder der klassische, aber konsequente Gegensatz im Modell von Claudia Metzer sowie das modulare System von Katrin Etzel und Julia Speidel.

In einer Feierstunde stellten die Preisträger am 17. Mai ihre Entwürfe in der Douglas-Konzernzentrale in Hagen persönlich vor und wurden mit Urkunden und Gutscheinen geehrt. In Hagen können die siegreichen Entwürfe dann auch noch zwei Wochen lang besichtigt werden.

Ralf Pohl: "Wir wollen die innovativen Gestaltungskonzepte all unseren Mitarbeitern zugänglich machen und ihnen die Möglichkeit geben, die Ideen der Teilnehmer kennen zu lernen. Darüber hinaus verzeichnet unser Haus eine große Zahl an Besuchern aus verschiedensten Branchen wie Industriepartner, Dienstleister aller Art, Ladenbau- und Architekturfirmen. Sie alle können die Entwürfe anschauen und miteinander diskutieren. Auch davon versprechen wir uns neue Impulse für die zukünftige Gestaltung unserer Parfümerien."

Wie nun konkret die Douglas-Parfümerie in Hannover aussehen wird, deren Grundriss die Ausgangslage für die Entwürfe der Studierenden war, wird sich bei der Geschäftseröffnung im September herausstellen. Weitere gemeinsame Projekte von Douglas und der Fachhochschule Düsseldorf sind bereits beschlossen. Welche innovativen Ansätze hier verfolgt werden, steht allerdings noch nicht fest.

Simone Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-duesseldorf.de

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