Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umwelt-Hütten locken Bergfreunde: Modell-Projekte machen Schule

25.01.2006
Mit einem Strategiekonzept will der Deutsche Alpenverein (DAV) ab 2006 seine 332 Berghütten nach und nach sanieren. Dass dabei auch der Umweltschutz zum Gipfelstürmer wird, dazu möchte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen Beitrag leisten.

"Umweltgerechte Konzepte für Berg- und Schutzhütten. Innovative Projekte im Alpenraum" ist der Titel eines internationalen Fachseminars am 3. und 4. März im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern, bei dem einem breiten Kreis interessierter Bergfreunde besonders pfiffige Ver- und Entsorgungskonzepte für Wasser, Strom und Abwasser präsentiert werden, um sie zum Nachahmen zu ermuntern. Drei Millionen Euro investiert die DBU in diesen Förderschwerpunkt, dessen erste Ergebnisse jetzt erstmals vorgestellt werden. Prominenter Referent unter anderen: "Fernseh-Wetterfrosch" Jörg Kachelmann.


DBU-gefördertes Modell Mindelheimer Hütte: In die Hauswand integrierte Photovoltaikpaneele sind im Winter wesentlich geringeren Belastungen durch Eis und Schnee ausgesetzt. Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Der DAV - mit den NaturFreunden Deutschlands Kooperationspartner dieses Fachseminars der DBU - hatte in seiner Hauptversammlung in Berchtesgaden im Herbst beschlossen, als Anschubfinanzierung 240.000 Euro für ein "Strategiekonzept zur nachhaltigen Sicherung des Hüttennetzes" zur Verfügung zu stellen. Habe sich doch gezeigt, dass der DAV mit den anstehenden Sanierungen seiner zum Teil über 100 Jahre alten Gebäude personell und finanziell an die Grenzen des Leistbaren stoße. Einzelheiten dazu wird im Rahmen der Tagung DAV-Präsident Prof. Dr. Heinz Röhle vorstellen. "Dabei die umweltgerechte Ver- und Entsorgung der Hütten gleich einzubeziehen, ist der einzig vernünftige Weg," betont DBU-Experte Dr. Wulf Grimm.

Konkret und finanziell habe die DBU kräftig angepackt und bisher insgesamt 13 Planungsphasen und 23 verschiedene Hütten gefördert. Die Ergebnisse erster Modellprojekte werden jetzt vorgestellt: Mit dem Kärlingerhaus, der Wimbachgrieshütte, dem Ingolstädter Haus, dem Friesenberghaus, der Mindelheimer und Rüsselsheimer Hütte sowie der Hütte auf dem Hochjochhospiz seien im Berchtesgadener Land und Steinernen Meer, in den Ötztaler, Zillertaler und Allgäuer Alpen Zeichen gesetzt worden. Deren Hüttenreferenten werden im Rahmen der Tagung die technischen Innovationen ihrer Häuser präsentieren.

... mehr zu:
»Alpen »DBU »Klimawandel

Im Themenblock "Wetterlagen in den Alpen" wird Jörg Kachelmann (meteomedia AG) über "Wetterlagen in den Alpen - Sicherheitsrelevante Aspekte für Bergwanderer und Hüttenwirte" referieren. Zum "Klimawandel im Alpenraum" wird Wolfgang Zängl (Ökologische Forschung München) über den "Einfluss des Klimawandels auf den Alpenraum - Das Abschmelzen der Gletscher, Gletscher im Treibhaus" vortragen.

Franz-Georg Elpers | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de/calender/termin349.html
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: Alpen DBU Klimawandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Bauübergabe der ALMA-Residencia
26.04.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

nachricht Mehr Sicherheit und Effizienz im Tunnelbau - DFKI-Software steuert Wartungsroboter für Bohrwerkzeug
19.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie