Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grenzüberschreitende Kooperation - polnisch-tschechisch-deutsches Modellvorhaben zur Umweltprüfung

12.09.2005


Rund 40 Experten aus Polen, Tschechien und Deutschland trafen sich am Donnerstag, den 08.09.2005 im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden.



Die Teilnehmer und Referenten kamen aus den Umweltministerien und den grenznahen Regionen. Ziel war es, sich über Probleme und Lösungen bei der grenzüberschreitenden Umweltprüfung sowie ein gemeinsames Vorgehen auszutauschen. Dabei standen Fragen zur Methodik des Prüfverfahrens und der grenzüberschreitenden Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung im Vordergrund. Welche Prüfschritte, Verfahren, Umweltindikatoren sind sinnvoll? Wie soll die Öffentlichkeit beteiligt werden und wie kann die Zusammenarbeit der Behörden aussehen?



Bei dem Workshop wurde deutlich, dass ein gemeinsames Vorgehen zur Harmonisierung und Umsetzung der erforderlichen Prüf- und Beteiligungsverfahren zur "Strategischen Umweltprüfung" erforderlich ist. Diese Notwendigkeit ergibt sich vor allem aufgrund der unterschiedlichen Rechtslagen und Planungsverfahren in den beteiligten Staaten und Bundesländern.

Hintergrund der Veranstaltung ist, dass Deutschland, Tschechien und Polen auch in der Raum- und Umweltplanung an der neuen gemeinsamen EU-Binnengrenze zusammenrücken. Die Auswirkungen von bspw. Verkehrsvorhaben, Gewerbegebieten, Rohstoffabbau oder auch Windkraftanlagen sind oft über die Grenze hinweg im Nachbarland zu spüren. Deshalb sollen in Zukunft frühzeitig negative wie auch positive Umweltauswirkungen in eine grenzüberschreitende Umweltprüfung einfließen. Eine EU-Richtlinie sieht dafür die Strategische Umweltprüfung (SUP) auf der Ebene der Regionalplanung vor. Neben Sprachschwierigkeiten sind bspw. unterschiedliche Planungs- und Bewertungsverfahren, Zuständigkeiten und Umweltinformationssysteme zu berücksichtigen. Eine Harmonisierung der Prüfkonzepte ist auch deshalb notwendig.

Der Workshop fand innerhalb des INTERREG III A Projektes "Strategische Umweltprüfung (SUP) für die Regionalplanung - Entwicklung eines transnationalen Prüf- und Verfahrenskonzeptes für Sachsen, Polen und Tschechien" statt. Das Vorhaben hat eine Laufzeit von August 2004 bis Juni 2006 und wird von der EU-Kommission mit rund 270.000 Euro gefördert. Projektträger des Vorhabens sind das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Dresden, die Brandenburgische Technische Universität (BTU), Cottbus, und der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien (RPV), Bautzen. Das Vorhaben findet in Kooperation mit tschechischen, polnischen und deutschen Behörden des Innern und der Umwelt statt.

Ansprechpartner:
Dr. Carsten Kolbe-Weber
Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Telefon: (03 51) 46 79-241
Telefax: (03 51) 46 79-212
E-Mail: C.Kolbe@ioer.de

Dr. Carsten Kolbe-Weber | idw
Weitere Informationen:
http://www.ioer.de/fr_akt_1.htm
http://www.ioer.de

Weitere Berichte zu: Raumentwicklung Regionalplanung Umweltprüfung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht BAUFRITZ-Musterhaus - Tradition im hier und jetzt: Heimat 4.0
07.05.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Gute Raumakustik in Arbeitsumgebungen: Konzentrierter arbeiten im Büro
02.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics