Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Transportables Minikrankenhaus

06.09.2005


Studierende der TU Berlin entwerfen Krankenhaus



Die medizinische Versorgung in Entwicklungsländern ist unzureichend. So sterben laut Weltgesundheitsbericht der WHO (2005) jedes Jahr über eine halbe Millionen Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes. Ein Hauptgrund dafür ist die fehlende medizinische Betreuung. Die Defizite haben verschiedenste Gründe, einer ist die Erreichbarkeit von Gesundheitseinrichtungen.

... mehr zu:
»Krankenhaus »Minikrankenhaus


Mit diesem Missstand haben sich Architektur-Studierende der TU Berlin beschäftigt und ein mobiles Krankenhaus entwickelt.

Julian Arons, Anton Georg Schenkel und Alberto Cobos Álvarez, alle Studierende im Hauptstudium im Fach Architektur, entwickelten im Rahmen eines Semesterentwurfes "Health-Care-Units" ein modulares System mit dem Namen "Red Cross²". Betreut wurden sie dabei durch Prof. Christine Nickl-Weller vom Fachgebiet Entwerfen von Krankenhäusern und Bauten des Gesundheitswesens, und durch Prof. Dr.-Ing. Klaus Rückert vom Fachgebiet Tragwerksentwurf und -konstruktion.

10 Container der Standardgröße (Länge: 20 engl. Fuss, ISO Norm) reichen aus, um ein komplettes Minikran-kenhaus, inklusive seiner technischen Ausrüstung, zu transportieren. Die Gesundheitsstation beinhaltet verschiedene Untersuchungsräume, einen Röntgendiagnostikraum und einen Operationssaal. Hinzu kommen verschiedene Nebenräume und technische Anlagen für den autarken Betrieb.

Ein wichtiger Entwurfsaspekt war die Aufstellung der Station. Alles kann ohne großen technologischen Aufwand manuell errichtet werden. Die Hilfe und die Einbeziehung der Bevölkerung in diesen Prozess vereinfacht die Akzeptanz und Vertrauensbildung der Gemeinschaft der Hilfsbedürftigen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die flexible Anpassung an die örtlichen Bedingungen. Die kreuzförmige Struktur der Container bietet vielfältige Möglichkeiten der Erweiterung in regionaler Bauweise.

Der Entwurf "Red Cross²" wurde anlässlich des XXII. UIA (international union of architects) Weltkongresses 2005 in Istanbul mit einem Borusan Preis ausgezeichnet. Dieser Preis wurde im Rahmen eines Studentenwettbewerbes vergeben, der zum Weltkongress durchgeführt wurde und zu dem mehr als 1000 Studienarbeiten eingereicht wurden.

Weitere Informationen erteilt Ihnen: Prof. Christine Nickl-Weller, Fachgebiet Entwerfen von Krankenhäusern und Bauten des Gesundheitswesens der TU Berlin, Tel.: 030/314-22960 /-23749, E-Mail: mail@healthcare-tub.de

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2005/pi209.htm

Weitere Berichte zu: Krankenhaus Minikrankenhaus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit
18.01.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“
17.01.2017 | EML European Media Laboratory GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie