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Fußballstadien der Zukunft: Luftgefüllte Kunststoffkissen- Neues Material der Baukunst

14.02.2005


  • Innovationskongress spiegelt nahezu unbegrenztes Anwendungspotenzial neuer Materialien in Bauindustrie, Automobil, Luft- und Raumfahrt, Robotik oder Elektronik
  • Beeindruckende technische Lösungen auf Basis neuester Materialentwicklung und Fertigungstechnik
  • Eröffnungsrede durch Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu

Rund 2.900 Luftkissen bestehend aus 0,2 Millimeter dünnen Folien umspannen wabenartig eine Gesamtfläche von rund 65.000 Quadratmetern und geben so dem Münchner Fußball-WM-Stadion Allianz Arena die weltweit größte pneumatische Membranarchitektur der Baugeschichte. Hierbei ist die Außenhaut farblich veränderbar, die Überdachung dagegen transparent. Die bis zu acht Meter großen luftgefüllten, selbstreinigenden, UV-durchlässigen, nicht brennbaren und wasserabweisenden Ethylen-Tetrafluorethylenkissen des bayerischen Unternehmens Covertex läuten eine neue Ära in der Architektur ein und unterstreichen das nahezu unbegrenzte Innovationspotenzial Neuer Materialien.

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Basis für derartige spektakuläre Werkstoffanwendungen bildet sehr häufig Materialengineering im Nanomaßstab, d.h. gezielte Formulierung und Strukturierung von Werkstoffen und Oberflächen in atomaren Größenordnungen. Gleichermaßen wichtig ist die großtechnische Herstellung dieser Werkstoffe und deren Konfektionierung für den jeweiligen Einsatzbereich.

Wie leistungsfähig sich die aktuelle Materialforschung und -entwicklung darstellt und welche Innovations- und Anwendungspotenziale neuartige Materialien hervorbringen - von Metallkombinationen bis zu Keramik, von Polymeren über Faserverbundwerkstoffe bis zu Glas - demonstriert der Innovationskongress Material Innovativ am 10. März 2005 im Congress Centrum der Messe Nürnberg.


Die Federführung dieses Symposiums liegt bei der Bayern Innovativ GmbH in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH und mit umfassender Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Staatsminister Dr. Otto Wiesheu wird in seiner Eröffnungsrede zum Thema ’Technologiepolitik für Innovation und Wachstum’ sprechen. Anschließend präsentieren rund 30 Experten aus Forschung und Industrie, u.a. Audi, BMW, EADS, BASF, Thyssen Krupp, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Fraunhofer Institute und Universitäten, richtungsweisende Entwicklungsansätze für Materialien mit vollkommen neuen Eigenschaften und zeigen deren zielgerichtete Anwendungen in Branchen wie dem Automobilbau, der Luft- und Raumfahrt, dem Maschinenbau, der Bauindustrie oder der Elektronik auf.

Gezieltes Designen auf atomarer und molekularer Ebene führt zu Materialien mit neuen, bahnbrechenden Eigenschaften

Die Werkstoffwissenschaften mit Engineering im Nanomaßstab erschließen neue Material- und Oberflächensysteme mit bisher nicht erreichten Eigenschaften. Die Vortragsreihe "Zukunftsweisende Forschung und Entwicklung" widmet sich diesem Ansatz. Ausgehend von der molekularen Zusammensetzung wird es beispielsweise möglich sein, die Oberflächen gezielt zu strukturieren und die optischen und elektrischen Eigenschaften von Kunststoffen extrem spezifisch zu designen, beispielsweise für völlig neuartige Flachbildschirme oder biegsame Leuchtdioden. John Lupton von der Ludwig-Maximilians-Universität München wird in seinem Vortrag das Phänomen "Optoelektronik mit einzelnen Molekülen" näher erläutern.

Im Anschluß demonstriert Claus Daniel, Universität Saabrücken, die gezielte Strukturierung von Oberflächen im Nanomaßstab mittels interferierender Laserstrahlen. Vorbild hier sind Oberflächen und Strukturen wie die Natur sie entwickelt hat - vom Schmetterlingsflügel bis zum menschlichen Knochen. Biomimetik heißt hier das Zauberwort.

Leichtbau

Die zweite Vortragsreihe widmet sich dem zentralen Thema des industriellen Leichtbaus und seiner kontinuierlichen Weiterentwicklung und seiner Umsetzung mit neuen Materialien in zahlreichen Branchen, vom walzbaren Magnesium über neue Rumpfstrukturen des Airbus bis zum Leichtbaudesign in der Robotik.

Werkstoffgruppen und deren Anwendungspotenzial

Eine dritte Vortragsreihe wird sich der Entwicklung innerhalb von Werkstoffgruppen widmen, wie Metallen, Keramiken, Verbundmaterialien, Polymeren oder Textilien. Repräsentanten von BASF, Schott, CeramTech sowie aus der Forschung werden an beeindruckenden Beispielen das hohe Transferpotenzial über die bekannten Einsatzbereiche hinaus aufzeigen.

"Die für zukünftige Innovationen als elementar eingestufte Materialentwicklung wird dann besonders erfolgreich sein, wenn sie interdisziplinär angelegt und anwendungsorientiert ausgerichtet ist", so Professor Josef Nassauer, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH. Material Innovativ folge diesem Ansatz und führe innovationsstarke Branchen mit spezifischer Materialkompetenz auf einer Plattform zusammen, um Impulse für weitere Neuentwicklungen zu setzen - ein Highlight anlässlich des 10jährigen Wirkens der Bayern Innovativ.

Erwartet werden rund 600 Fachteilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem benachbarten Ausland.

Hinweis:
Pressegespräch Material Innovativ, 10.03.2005, 12.30 Uhr, Messezentrum Nürnberg.

Kontakt:
Dr. Kord Pannkoke, Projektleiter, Tel. 0911-20671-159, pannkoke@bayern-innovativ.de,
Nicola Socha, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0911- 20671-151, socha@bayern-innovativ.de, www.bayern-innovativ.de/material2005

Nicola Socha | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayern-innovativ.de/material2005

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