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Mit Öko-Konzept mehr Spaß am Lernen: Grund- und Hauptschule in Vogtsburg soll Passivhaus werden

08.12.2004


Grund- und Hauptschule in Vogtsburg soll Passivhaus werden - Bessere Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer - DBU unterstützt Projekt


Mehr Luft und Licht zum Lernen: ähnlich wie dieses Bürogebäude in Ulm soll nun auch die Wilhelm-Hildenbrand-Schule im baden-württembergischen Vogtsburg zum Passivhaus umgebaut werden. Entstehen soll dabei auch ein Leitfaden für die kostengünstige Sanierung von Schulgebäuden auf Passivhaus-Niveau.



Nur ausreichendes Raumklima, mangelhafte Tageslichtversorgung, ungenügende Belüftung: viele Schulgebäude in Deutschland sind in punkto Lernatmosphäre und Energieverbrauch klar "versetzungsgefährdet" und im Unterhalt teuer. Doch wie soll das Defizit angesichts chronisch maroder Kommunalkassen beseitigt werden? Die Stadt Vogtsburg im Kaiserstuhl (Baden-Württemberg) geht jetzt neue Wege. Finanziell unterstützt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) will die Stadt ihre Wilhelm-Hildenbrand-Schule zum Passivhaus umbauen, das weniger als 15 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr verbraucht. Die Grund- und Hauptschule aus den 60er Jahren soll dazu architektonisch-technisch erneuert, mit modernster Haustechnik ausgestattet und in der Nutzung um eine kulturelle Begegnungsstätte erweitert werden - und damit nicht nur im Ländle ein Muster für andere Schulbauten werden.

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Gutes Lernklima

Neben der architektonischen, haustechnischen, energetischen und funktionalen Anpassung an moderne Nutzungs- und Betriebsanforderungen geht es beim Umbau in Vogtsburg vor allem um eine bessere Lernatmosphäre und verbesserte Arbeitsbedingungen für Lehrer und Schüler - und das alles bei wesentlich verringerten Betriebskosten. Das Haustechnikkonzept enthält mit einer hochwertigen Dämmung unter Verwendung von Vakuumdämmpaneelen, einer hochdichten Gebäudehülle, Passivhausfenstern, einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Wärmepumpe, intelligenter Haustechniksteuerung und einem innovativen Beleuchtungskonzept sowie einer ca. 1.000 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung zahlreiche für die Schulbausanierung innovative Bestandteile.

160.000 Euro Förderung

Bei Heizung und Beleuchtung sollen 75 Prozent der Primärenergie, jährlich 182 Tonnen Kohlendioxid, eingespart werden. Durch die Photovoltaik-Anlage wird der Strombedarf des Gebäudes gedeckt, so dass es sich in der Bilanz von Energiegewinnung durch Photovoltaik und Stromeinspeisung aus dem Netz um ein Nullenergiegebäude handelt. Für den integralen Planungsprozess des Millionenprojektes stellt die DBU 160.000 Euro zur Verfügung.

Leitfaden für Schulsanierung

DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: "Mit diesem Modellvorhaben wird ein Praxisfeld beschritten, das in den nächsten Jahren in vielen Kommunen den größten Teil der öffentlichen Hochbauinvestitionen schlucken wird. Schulgebäude, die saniert werden müssen, stehen im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerade mit Blick auf die viel diskutierte Haushaltssituation der Gemeinden. Somit kommt diesem Projekt für die Neuausrichtung des öffentlichen Gebäudebestandes im Sinne einer nachhaltigen Gebäudeplanung und -bewirtschaftung eine große Vorbildfunktion zu." Konkrete Tipps zur Schulgebäudesanierung auf Passivhaus-Niveau soll ein Leitfaden geben, der im Rahmen des Projekts erarbeitet werden soll.

Ansprechpartner: Jürgen Schmidt-Taube, Tel.: 07662/81233, Fax: 07662/81246, E-Mail: rathaus@vogtsburg.de

Jürgen Schmidt-Taube | Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Weitere Informationen:
http://www.vogtsburg.de

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