Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bauindustrie zum Bundeshaushalt 2005: Niedrigste Investitionsquote der Nachkriegsgeschichte - Nur noch 9 %!

25.11.2004


Weniger Geld für die Infrastruktur - Niedrigste Investitionsquote der Nachkriegsgeschichte: Nur noch 9 %! - Mehr noch: Globale Minderausgabe von 250 Mio. Euro bedroht Investitionshaushalt!

... mehr zu:
»Bauindustrie

"Immer mehr Geld für den Staatskonsum, immer weniger Geld für Straßen, Schienen- und Wasserwege. Der Bundestag spart an der Zukunft unseres Landes." Mit diesen Worten kommentierte heute in Berlin der Vizepräsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dipl.-Ing. Helmut Echterhoff, die abschließenden Beratungen des Deutschen Bundestages über den Bundeshaushalt 2005. Im nächsten Jahr sollen nur noch 22,8 Mrd. Euro des insgesamt 254 Mrd. Euro umfassenden Haushalts für Investitionen ausgegeben werden; die Investitionsquote sinkt damit auf 9 %, auf den niedrigsten Stand der Nachkriegsgeschichte. "So lassen sich die Verkehrsprobleme Deutschlands nicht lösen", kritisierte Echterhoff. "Schon jetzt bleiben - gemessen am Bundesverkehrswegeplan - die Verkehrsinvestitionen im Finanzplan bis 2008 jährlich um 1,5 Mrd. Euro hinter dem Bedarf zurück. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass nur noch etwa 69 % der Bundesfernstraßen voll verkehrstauglich sind."

Schon jetzt sei das investitionsstarke Ressort für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen zusätzlich mit einer globalen Minderausgabe von nahezu 250 Mio. Euro belastet, erläuterte Echterhoff. Eine weitere globale Minderausgabe im Umfang von 1 Mrd. Euro sei noch nicht auf die Ressorts verteilt. Es sei zu befürchten, dass diese zu Lasten der Investitionen erwirtschaftet werden müssten. Damit werde 2005 auch der Anteil der Bauausgaben an den Gesamtausgaben auf einen historischen Tiefstand von 2 % fallen. Echterhoff: "Notwendig ist eine grundsätzliche Trendwende in der Investitionspolitik. Wir fordern vor allem eine Revision der Koch-Steinbrück-Subventionsabbauliste; ansonsten werden bis 2008 Verkehrsinvestitionen im Umfang von 5,7 Mrd. Euro dem Rotstift zum Opfer fallen."

"Wenn die Bundesregierung nicht gewillt ist, die Investitionsetats in ausreichender Weise zu dotieren, dann muss der Weg für privatwirtschaftliche Alternativen freigemacht werden", forderte Echterhoff. Im kommunalen Hochbau sei 2004 der Durchbruch für Public-Private-Partnership-Modelle gelungen; immerhin seien hier Verträge mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von gut 500 Mio. Euro unterzeichnet worden. Echterhoff forderte die Bundesregierung auf, dem Beispiel der Kommunen zu folgen und endlich auch im Verkehrswegebau den Weg für PPP-Modelle zu ebnen. Dies schließe auch den Mut zu scheinbar unpopulären Entscheidungen ein, wie die Erweiterung des Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetzes auf Autobahnstrecken (F-Modell). Projekte gebe es genug - von Einzelprojekten, wie der Hafenquerspange in Hamburg, dem Molldietetunnel in Ravensburg und der Rheinbrücke Nierstein bis hin zur Küstenautobahn A 23. Zumeist fehle jedoch noch der politische Wille.

Dr. Heiko Stiepelmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bauindustrie.de

Weitere Berichte zu: Bauindustrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Holzhäuser bei grauer Energie im grünen Bereich
22.06.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Wie Menschen Schäden an Gebäuden wahrnehmen
22.06.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften