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Stadtplanung: Kooperation mit Syrien im Blick

26.07.2000


(Erfurt) Dr.-Ing. Gabi Tabba war eigentlich nach Erfurt gekommen, um mitseinen Studenten am Internationalen Seminar "Verkehr undStädtebau" (16.-23.Juli 2000) am Fachbereich Bauingenieurwesen derFachhochschule Erfurt teil zu nehmen. Die Teilnehmer aus 9 Ländern wurdenvom Rektor der FH Erfurt, Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Storm, begrüßt.Dabei ergab es sich, dass der Syrer Tabba und der Deutsche Storm sich"aus alten Zeiten kennen": 1990 promovierte Gabi Tabba an derHochschule für Architektur und Bauwesen (jetzt: Bauhaus-Universität) inWeimar, Wolfgang Storm war an der gleichen Fakultät für Stadtplanung undRegionalplanung damals Dozent.


Während des Seminars konnte derArchitekt Tabba arabische Architekturelemente in seinem Entwurf zurGestaltung der Erfurter Johann-Sebastian-Bach-Straße einbringen. EinBrunnen als Symbol für das lebensspendende Wasser wurde integriert.


Nachdem Seminar war Gabi Tabba während des gemeinsamen Besuches derThüringenwoche auf der EXPO 2000 davon begeistert, wie in Deutschlandviele Nationen sich auf friedlichem Wege einander näher kommen können.Sein Kommentar zur EXPO lautet knapp: "Wirklich toll!"
Nachseiner Promotion 1990 ist Gabi Tabba bereits zum vierten Mal inDeutschland zu Gast. 1998, meint er, war Weimar eine einzige Baustelle.Heute sei es wirklich schön geworden. Jetzt, nachdem er seit 1984 nichtmehr in Erfurt war, begeistert ihn an der Landeshauptstadt insbesonderedas Verkehrskonzept. Straßenbahn, Fußwege und Radwege findet er gut,sein alleeartiger Entwurf für die Bach-Straße hat die Fußgänger undRadfahrer besonders berücksichtigt.


Neben den vielen Erfahrungen vomSeminar und vom EXPO-Besuch nimmt der Syrer den Entwurf einesKooperationsvertrages mit nach Aleppo. Die dortige Universität bildetArchitekten aus, deren Hauptaugenmerk auf dem Entwurf liegt. Für dieErfurter Hochschule ein guter Ansatz, denn im nächsten Jahr soll einweiterbildendes Studium "Stadtplanung" angeboten werden. RektorStrom hat den Vertragsentwurf für die Kooperation mit einer der 4syrischen Universitäten vorsorglich unterschrieben. Möglicherweisebringt ihn Gabi Tabba im September 2000 wieder mit, wenn er Deutschlandzum fünften Mal nach 1990 besucht: zum Ehemaligen-Treffen an derBauhaus-Uni in Weimar. Dann sind im Herbst 2001 vielleicht schon einigeSyrer unter den Studenten der Weiterbildung.

Roland Hahn |

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