Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuelle Fabrikplanung

06.06.2001



Die Planung einer modernen Fabrik mit all ihren Anlagen, Maschinen und Versorgungsleitungen ist schwierig. Dennoch sollten alle Details schon in der Planung perfekt aufeinander abgestimmt sein. Jeder nachträgliche Umbau auch nur einer Maschine kostet schnell mehrere hundertausend Mark. Um einen optimalen Anlauf der Produktion und einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können, nutzen Fabrikplaner zunehmend Virtual Reality. Das spart Zeit und Kosten und bietet nicht nur allerhöchste Qualität, sondern auch optimale Präsentationsmöglichkeiten. Denn: Noch bevor ein Stein gemauert ist, kann der Bauherr durch seine komplett eingerichtete Fabrik spazieren, die Steuerung von Maschinen ausprobieren und beobachten, ob die Arbeitsprozesse reibungslos ablaufen.

Die Firma ÖHMI Engineering GmbH in Magdeburg hat für einen Schweizer Kunden erstmals eine Raffinerie zur Fetterzeugung in Virtual Reality simuliert. Raffinerien bestehen aus sehr komplexen Rohrleitungssystemen - für Planer eine große Herausforderung. Mit der am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF entwickelten Software Mod!Fact (Modify your Factory) gelang es dem Unternehmen, schneller, kostengünstiger, effektiver und sicherer zu planen. »Das sind wettbewerbsentscheidende Faktoren für ein Planungsunternehmen«, hebt Gunter Börner von ÖHMI den Stellenwert dieser modernen Technologien hervor. »Mod!Fact hilft uns, eine führende Position im Markt zu erringen.«

Mit Mod!Fact können in kurzer Zeit Fabrikanlagen virtuell erstellt werden. Bereits in der Planungsphase lassen sich Einbau- und Kollisionsstudien, Simulationen und Animationen sowie zahlreiche unterschiedliche Maschinen- und Anlagenanordnungen durchspielen und optimieren. Der Erfolg von Mod!Fact in der Praxis ist für Bertram E. König, Direktor im Geschäftsbereich Unternehmensstrategie und -gestaltung am IFF, ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur »Fabrik als Produkt«. Der Leiter des Kompetenzcenters Virtual Reality und Visual Simulation, Claudius Borgmann, ist von der schnellen Verbreitung der Technologien überzeugt. »Jeder, der heute ein CAD-System bedient, ist ein potenzieller Nutzer dieser Virtual-Reality-Technologien. Denn sie ermöglichen Planern, Betreibern und Mitarbeitern schon vor dem Bau, durch ihre Fabrik zu gehen.«

Claudius Borgmann | Mediendienst

Weitere Berichte zu: Fabrik Fabrikplanung IFF Planung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Modernes, ökologisches Familienhaus für Naturverbundene
03.08.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Die Stadt wird zur Bühne und Häuser zu Leinwänden
03.08.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie