Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brückenschwingungsmessung während Wien-Marathon

14.05.2004


25.000 Läufer auch im Einsatz für die Wissenschaft



Der jährliche Wienmarathon ist nicht nur ein sportliches Großereignis, sondern lässt auch die Brückentechniker aktiv werden: Die MA29 nutzt in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum arsenal research dieses Ereignis, um ein hochsensibles Messsystem zur Aufzeichnung der Schwingungseigenschaften der Brücke einzusetzen. Wenn am Sonntag der Marathon bei der UNO-City startet, werden kurz danach mehr als 25.000 Läufer die Donau über die Wiener Reichsbrücke überqueren.



Da die Kräfte der großen Menschenmenge beim Laufen zu erheblichen Schwingungen bei Brücken führen kann und daraus eine sehr hohe Beanspruchung erfolgt, können die Forscher aufgrund der dabei gewonnenen Messergebnisse Rückschlüsse auf das Schwingungsverhalten sowie den Beanspruchungsgrad des gesamten Tragwerkes ziehen, berichtet arsenal research. Ziel der Untersuchung ist es, die Belastung der Reichsbrücke während der rhythmischen Anregung durch die Läufer zu erfassen und mit den Beanspruchungen, die im täglichen Verkehr durch den Straßenverkehr und die U-Bahn entstehen, zu vergleichen. Durch die Echtzeitdarstellung der Messergebnisse kann die jeweilige Belastung der Brücke laufend kontrolliert und den Werten aus dem Regelverkehr gegenübergestellt werden.

Dreidimensional messende Aufnehmer kommen für die Messungen zum Einsatz. Dadurch kann die Reaktion der Brücke in allen Raumrichtungen, also sowohl vertikal als auch horizontal und longitudinal kontinuierlich überprüft werden. Von großem Interesse sind vor allem seitliche Schwingungen, die durch die Krafteinleitung der Läufer relevant sind. Zur Identifizierung der Schwingungs-Maximalwerte werden die Sensoren in der längsten Spannweite der Brücke mit rund 170 Metern Länge eingesetzt. Um die Reaktion des Tragwerkes ohne äußere Störungen zu erfassen, erfolgt die Aufstellung im Hohlkasten zwischen den beiden U-Bahn-Schächten. Dadurch ist gewährleistet, dass die Auswirkungen auf die Brücke auch tatsächlich erfasst werden können.

Der Vergleich der Anregungsfrequenzen mit den vorher gemessenen Eigenfrequenzen der Brücke ermöglicht außerdem die Beurteilung von unerwünschten Resonanzeffekten. Durch Resonanz können Schwingungen in einer solchen Größenordnung auftreten, welche die Nutzung sowie im schlimmsten Fall die Tragfähigkeit der Brücke negativ beeinflussen. Der Großteil aller in den vergangenen Jahren international aufgetretenen, spektakulären Schwingungsprobleme war auf solche Resonanzerscheinungen zurückzuführen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.arsenal.ac.at

Weitere Berichte zu: Brücke Brückenschwingungsmessung Schwingungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Doppelhaus mal anders - Elegantes Glas-Ensemble am Hang
02.05.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Bauübergabe der ALMA-Residencia
26.04.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

New insights into the ancestors of all complex life

29.05.2017 | Earth Sciences

New photocatalyst speeds up the conversion of carbon dioxide into chemical resources

29.05.2017 | Life Sciences

NASA's SDO sees partial eclipse in space

29.05.2017 | Physics and Astronomy