Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Achte Kommunalumfrage der deutschen Bauindustrie

03.04.2001


Kommunale Bauprognose 2001: Im Westen minus 2,1 %, im Osten minus 9,7 %/ Kommunaler Baubedarf: 990 Mrd. DM bis 2010
Appell: Investitionswende einleiten!


"Die deutschen Städte und Gemeinden haben in den letzten Jahren die Sanierung ihrer Haushalte vor allem zulasten der Bauinvestitionen betrieben. Jetzt ist es an der Zeit, dass auch die Kommunen ihrer Verantwortung gegenüber der Infrastruktur wieder nachkommen." Diese Forderung richtete heute in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, an die politischen Entscheidungsträger in den deutschen Kommunen. Dabei stützt sich Knipper auf die Ergebnisse der mittlerweile 8. Kommunalumfrage seines Verbandes. Danach wollen die westdeutschen Kommunen mit mehr als 150.000 Einwohnern im Jahr 2001 ihre Ausgaben für Baumaßnahmen um durchschnittlich 2,1 % senken. Die ostdeutschen Kommunen mit mehr als 80.000 Einwohnern planen sogar, ihre Bauausgaben um 9,7 % zu reduzieren. Knipper: "Die Kommunen müssen so schnell wie möglich die Investitionswende einleiten. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Urbanistik liegt der kommunale Baubedarf bis zum Jahr 2010 bei 990 Mrd. DM."

Zwar hätten die Kommunen im laufenden Jahr durch die Steuerreform Mindereinnahmen in Höhe von 2,3 Mrd. DM zu erwarten, räumt Knipper ein, diese fielen allerdings erheblich geringer aus als auf der Ebene des Bundes und der Länder. Zudem hätten viele Kommunen, die heute eine restriktive Investitionsplanung vorlegen, bislang von der guten gesamtwirtschaftlichen Konjunktur in Form steigender Gewerbesteuereinnahmen profitiert. "Zumindest der Bund hat mit seinem Zukunftsinvestitionsprogramm 2001 bis 2003 auf die immer deutlicher zu Tage tretenden Infrastrukturdefizite reagiert. Es ist nun Aufgabe der Städte und Gemeinden, den Investitionsstau auf kommunaler Ebene abzuarbeiten", so Knipper. Er verwies in diesem Zusammenhang auf das Infrastrukturmemorandum des Hauptverbandes, in dem der Verband insbesondere in den Bereichen Schulen, Städte und Abwasserentsorgung Defizite aufgezeigt hat. 

Knipper wies darauf hin, dass die Kommunen 1992 noch 52,5 Mrd. DM für Baumaßnahmen ausgegeben hätten. Im letzten Jahr seien es nur noch 36,9 Mrd. DM gewesen. Für die Bauwirtschaft sei dies besonders bitter, da nahezu zwei Drittel der staatlichen Bauausgaben auf kommunaler Ebene abgewickelt würden. Auch die Städte und Gemeinden müssten sich am Kampf gegen die Arbeitslosigkeit beteiligen. Immerhin könnten durch 1 Mrd. DM an zusätzlichen staatlichen Bauinvestitionen 13.000 Arbeitsplätze innerhalb oder außerhalb der Bauwirtschaft geschaffen bzw. gesichert werden. Knipper: "Wir begrüßen es ausdrücklich, dass sich am 5. April die bauwirtschaftlichen Verbände mit Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Bündnisgespräch Bau treffen. Es ist jedoch dringend notwendig, dass diese Gespräche auf der Ebene der Länder und der Kommunen fortgeführt werden."

ots Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de


Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Geschäftsführer und Leiter der Hauptabteilung
Volkswirtschaft, Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de

Dr. Heiko Stiepelmann |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Schaltbare Flüssigkeiten verbessern Energieeffizienz von Gebäuden
16.01.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Mit mikroskopischen Luftblasen dämmen
15.01.2018 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie