Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Naturdämmstoffe im Außendienst erstklassig - Gute Dämmeigenschaften in massiven Außenwänden bestätigt

03.09.2002


Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind auch in Außenwänden dauerhaft einsetzbar. Das belegt eine von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) geförderte Studie der FH Kiel. Die Naturmaterialien dämmen auch bei langanhaltender Feuchtigkeit nicht nur gut, sondern gleichen Schwankungen der Temperatur und der Feuchtigkeit teilweise sogar besser aus als ihre mineralischen Konkurrenten.

Im Innenausbau bewährt, wurden Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen für Außenwände bisher nur wenig getestet. Dabei könnten sie auch hier eine ökologische Alternative darstellen. Drei Jahre lang hat das Institut für Baustofftechnologie der FH Kiel deshalb jetzt die unterschiedlichsten Dämmstoffe speziell unter diesem Aspekt in die Mangel genommen. Nicht nur Simulationen im Labor oder in einer Klimakammer, sondern auch Messungen an einem konkreten Bauwerk standen dabei auf dem Programm.

Mit allein 12 verschiedene Naturdämmstoffen im Außenwandbereich bot das Technik- und Ökologiezentrum Eckernförde ausreichend Spielraum für Untersuchungen. Mit einem eigens entwickelten Meßsystem zeichneten die Mitarbeiter des Instituts Werte wie Temperatur und Feuchtigkeit kontinuierlich auf und werteten sie aus. Sie konnten Cellulose, Holzwolle, Hanf- und Flachsfasern, Schafwolle und Co ein gutes Zeugnis ausstellen. Denn Naturdämmstoffe ändern bei Feuchtigkeit zwar ihre Masse, dämmen aber fast gleich gut. Auch mit Schimmel- oder Mikrobenbefall ist nicht zu rechnen.

Versuche mit Modellwänden in einer Klimakammer aber auch Berechungen mit einem Feuchtesimulationsprogramm ergänzten die praktischen Messungen. Sie sollten zeigen, ob Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen auch extremen Bedingungen dauerhaft standhalten. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Naturmaterialien in der Außenwand gleichen schwankende Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten sehr gut aus, vor allem wenn sie eine hohe Rohdichte und eine geringe Wärmeleitfähigkeit haben. Holzfaserdämmstoffe in diffusionsoffenen Wänden sind sogar in der Lage, Feuchtigkeit aus der Wand nach außen zu transportieren.

Die Ergebnisse des Projekts sind im demnächst im Fraunhofer IRB Verlag erscheinenden Band "Symposium Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen", ISBN 3-8167-4740-X, zusammengefasst.
Barbara Wenig


Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
E-Mail: info@fnr.de

V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Schütte

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fnr.de

Weitere Berichte zu: Dämmstoffe Naturdämmstoffe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Maximale Sonnenenergie aus der Hausfassade
23.11.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Roboterzelle bereichert Forschung zur Holzbearbeitung
17.11.2017 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher verwandeln Diamant in Graphit

24.11.2017 | Physik Astronomie

Dinner in the Dark – ein delikates Wechselspiel der Mikroorganismen

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

24.11.2017 | Physik Astronomie