Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn das Hochwasser wieder abgeflossen ist: Ionen vertreiben Geruch

28.08.2002


Das Hochwasser hat in den Gemäuern der Häuser Spuren hinterlassen: Reste von Öl, Fäkalien oder Pflanzenschutzmitteln haben sich in den Wänden eingelagert. Ebenso fühlen sich Bakterien, Viren und Pilze hier wohl, denn sie lieben die Feuchtigkeit - besonders bei warmem Wetter. Unangenehme Gerüche entstehen, und die Gesundheit ist bedroht. Reinigen und Trocknen sind nur der erste Schritt. Eine Ionisierung der Raumluft beseitigt Gerüche und Bakterien. Darauf weist jetzt der VDI hin.

Spezialisierte Handwerksbetriebe nutzen unterschiedliche Methoden, um das Mauerwerk zu reinigen und zu trocknen. In manchen Fällen ist es erforderlich, den Putz von den Wänden zu entfernen und zu erneuern - natürlich mit Mundschutz, damit chemische Belastungen, Bakterien und Pilze die Gesundheit nicht gefährden können. Für die Trocknung kommen inzwischen auch elektronische Verfahren in Frage, bei denen das Wasser elektrophysikalisch aus dem Mauerwerk getrieben wird (Osmose). "Sie haben gegenüber klassischen Raumtrocknungsverfahren den Vorteil, gänzlich ohne Chemie und Wärme auszukommen", erklärt dazu Dr. Achim Keune, VDI-Experte für Hygiene und Raumluft.

Aber auch gegen die gesundheitsgefährdenden Bakterien, Viren und Pilze sowie den Gestank gibt es ein Mittel: die Ionisierung. Mit transportablen Luftionisationsgeräten wird die Zahl der Sauerstoffionen in der Raumluft erhöht - etwa auf das Niveau der Außenluft nach einem Gewitter. Die Ionisierung hat einen positiven Einfluss auf die Luftqualität, reinigt von Staub und feinsten Schwebestoffen wie Rauch, Viren und Mikroorganismen. Ingenieure der Klimatechnik geben gerne Auskunft.

Durch eine geeignete Regelung können die entstehenden Ozonmengen unter 0,2 Milligramm pro Kubikmeter bzw. 0,1 ppm (parts per million) gehalten werden, was der zulässigen Konzentration an einem Arbeitsplatz entspricht. VDI-Experte Keune: "Das Verfahren der Luftionisierung hat sich bereits vielfach zur Geruchsbeseitigung in Abluftanlagen sowie in der Lebensmittelindustrie, die bakterienfreie Lagerräume benötigt, bewährt. Da die Wirkung der Ionisierung mit der Luftfeuchtigkeit zunimmt, empfiehlt es sich, frühzeitig damit zu beginnen, möglichst schon während der Raumtrocknung. Da die fraglichen Räume während der Trocknung nicht bewohnt werden, gibt es auch keine gesundheitlichen Bedenken gegen die Ionisierung."

Weitere VDI-Pressemitteilungen im Zusammenhang mit dem Hochwasser:

  • Ist der Computer noch zu retten? (23.8.2002)
  • Vorsicht mit Strom und Trinkwasser (22.8.2002)
  • Heizungsbrenner ausbauen und Öltank verkeilen (21.8.2002)
  • Häusern droht Gefahr durch zu frühes Leerpumpen (21.8.2002)

Für alle technischen Fragen zu der Hochwasserkatastrophe steht Ihnen gerne die VDI-Pressestelle zur Verfügung. Wir geben Ihnen Hintergrundinformationen oder vermitteln den richtigen Interviewpartner.

Rufen Sie einfach an unter: +49 (0)211 6214 306 oder mailen Sie an presse@vdi.de.

vdi | ots
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de

Weitere Berichte zu: Bakterien Geruch Hochwasser Ionen Ionisierung Raumluft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit
18.01.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“
17.01.2017 | EML European Media Laboratory GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das menschliche Hirn wächst länger und funktionsspezifischer als gedacht

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio

18.01.2017 | Verkehr Logistik