Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ferndiagnose von Wasserleitungen spart Reparaturkosten

29.11.2000


Forschungsprojekt soll technologischen Durchbruch bringen

Rund 70 Prozent der Wasserkosten müssen für die Finanzierung und Unterhaltung von Rohrleitungen verwendet werden. Für die kommenden zehn Jahre rechnen die Forscher des Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe, insgesamt mit einem Investitionsbedarf zwischen 10 und 15 Mrd. DM pro Jahr für die Erstellung, Modernisierung und Sanierung von Kläranlagen und von den Kanalnetzen. Der Reparatur- und Wartungsaufwand nimmt ständig zu; in vielen Städten und besonders auf dem Land kommt das Rohrnetz in die Jahre. »Wasserrohre haben etwa die gleiche Lebensdauer wie der Mensch, und mit zunehmendem Alter muss man verstärkt auf vorbeugende Pflege und Wartung achten«, so Prof. Karl-Ulrich Rudolph vom Wasserinstitut an der Universität Witten/Herdecke.

Daher ermittelt das Fraunhofer ISI in Zusammenarbeit mit der Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel GmbH (WVW) sowie dem Institut für Umwelttechnik und Management der Universität Witten Herdecke, inwieweit eine elektronische Fernablesung von Wasserzählern im Rohrnetz und die rechnergestützte Auswertung der Daten zu einem verbesserten Netzmanagement führt. Die zentrale Hypothese lautet, dass durch die zeitnahen, kontinuierlichen und detaillierten Informationen über die Belastungszustände in den Netzsträngen Kostensenkungen zu realisieren sind. Von Interesse sind solche Daten vor allem für ein verbessertes Leckagemanagement sowie für die Planung von Instandhaltungs- und Investitionstätigkeiten. »Leckagen und Rohrschäden werden in dem weitverzweigten Netz meist erst entdeckt, wenn bereits große Mengen wertvollen Trinkwassers versickert sind und Bauschäden vorliegen«, wissen Dr. Joachim Meier, Geschäftsführer der WVW, und Dirk Köwener, Projektleiter vom Fraunhofer ISI.

Die WVW installiert die fernablesbaren Wasserzähler in ausgesuchten Bereichen des ländlich strukturierten Versorgungsnetzes. Arbeitsschwerpunkte des Forschungsvorhabens sind die Konzeption des fernablesbaren Zählersystems, die Durchführung eines Messprogramms und die Auswertung der Zählerdaten. Daraus leiten die Wissenschaftler mögliche Kostensenkungspotenziale ab. Ferner berücksichtigen sie ökologische Aspekte.

Das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI erweitert das naturwissenschaftlich-technisch orientierte Fachspektrum der Fraunhofer-Gesellschaft um wirtschafts- und gesellschaftspolitische Aspekte. Dazu analysiert es technische Entwicklungen sowie deren Marktpotenziale und Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinär zusammengesetzten Teams des Instituts konzentrieren sich insbesondere auf die Bereiche Energie, Umwelt, Produktion, Kommunikation und Biotechnologie sowie auf die Regionalforschung und Innovationspolitik.

Dipl.-Phys. Gerhard Samulat |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Ein Korsett für schwache Stützen aus Beton
12.10.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Raumwunder im Hinterhof
12.10.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik